Futura Food – Nachhaltige Wertschöpfungskette im Fokus

Futura Food – Nachhaltige Wertschöpfungskette im Fokus

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Damit die Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung gelingt, ohne die Ressourcen und damit die Umwelt weiter zu beeinträchtigen, führt kein Weg an einer nachhaltigen Produktion und Konsumation von Nahrungsmitteln in Kombination von Abfallreduktion und dem Erhalt der Biodiversität vorbei.

 

Die Lebensmittelindustrie steht an einem Scheideweg

Bis im Jahr 2050 wird die Weltbevölkerung voraussichtlich auf über zehn Milliarden Menschen anwachsen. Um mit dem Bevölkerungswachstum Schritt zu halten, muss nach Schätzungen der Vereinten Nationen (UN) das weltweite Nahrungsmittelangebot um 50% gegenüber dem derzeitigen Volumen steigen, um die prognostizierte Nachfrage zu decken.

Doch aktuell ist das landwirtschaftliche System nicht nachhaltig. Die Landwirtschaft zählt zu den grössten Wasserverbrauchern, benötigt einen hohen Prozentsatz der Landfläche und trägt massgeblich zur Emission klimaschädlicher Gase bei. Angesichts der schwindenden Ressourcen wird die Herausforderung, wie man eine wachsende, urbanisierende Bevölkerung ernähren kann, ohne die Erde weiter zu schädigen, immer grösser.

 

Grundlegendes Umdenken ist gefordert

Mehrere derzeit laufende Initiativen könnten helfen, das Problem anzugehen, wie wir als Gesellschaft leben und unsere Lebensmittel anbauen. Der «Food Systems Summit» der UN in diesem Jahr zielt darauf ab, die Art und Weise, wie die Welt Lebensmittel produziert und konsumiert, zu verändern. Die «Farm to Fork»-Strategie der Europäischen Union (EU) strebt den Übergang zu einem nachhaltigen Lebensmittelsystem an, indem der Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln reduziert, die Lebensmittelverschwendung verringert und die Art und Weise, wie Lebensmittel verarbeitet und gekennzeichnet werden, überdacht wird.

In der Zwischenzeit wird erwartet, dass zwei der grössten Volkswirtschaften der Welt ihre eigenen Initiativen vorantreiben. US-Präsident Joe Biden schlägt unter anderem Investitionen in die Präzisionslandwirtschaft vor. In China hat Präsident Xi Jinping einen Plan für eine grüne Entwicklung skizziert, der einen Schwerpunkt auf der Landwirtschaft haben könnte.

Obwohl die Unterstützung durch die Regierung von entscheidender Bedeutung ist, wird sich die Agrar- und Ernährungsindustrie letztendlich durch eine Vielzahl von Lösungen neu erfinden müssen. So könnten beispielsweise Lösungen zur Saatgutentwicklung dazu beitragen, mehr Nahrungsmittel in grösserem Umfang auf nachhaltigere Weise zu produzieren. Saatgutinnovationen haben in den letzten 30 Jahren den Grossteil der Ertragssteigerungen bewirkt – ein Muster, das sich wahrscheinlich fortsetzen wird.

 

Mit der Industrie 4.0 steht eine landwirtschaftliche Revolution bevor

Digitale Techniken beeinflussen die Landwirtschaft immer stärker. Die Präzisionslandwirtschaft, die Technologien und Daten einsetzt, um die Effizienz und Produktivität der Landwirtschaft zu optimieren, könnte der Schlüssel zu höheren Erträgen und einem nachhaltigeren Nahrungsmittelsystem sein.

Die Zukunft der Lebensmittel ermöglicht es den Investoren, zu einem positiven Wandel beizutragen und gleichzeitig langfristige Renditen zu erzielen. Sowohl in Start-ups als auch in den Geschäftsbereichen grosser Lebensmittelkonzerne ergeben sich attraktive Möglichkeiten, denn kühne neue Ideen zielen darauf ab, das Modell des Lebensmittelsystems von einem ressourcenintensiven in ein vollständig nachhaltiges umzuwandeln.

 

Zwei Milliarden mehr Menschen bis 2050

Entwicklung der Weltbevölkerung, in Milliarden Menschen

Entwicklung der Weltbevölkerung, in Milliarden Menschen

Quellen: UN Food & Agriculture Organization, Raiffeisen Schweiz Investment Advisory

 

Umsetzung: Tracker-Zertifikat auf «Futura Food Index»

Das aktiv gemanagte open-end Zertifikat auf den «Futura Food Index» bietet eine Umsetzungsmöglichkeit, um von den Entwicklungen rund um den Themenbereich zu profitieren. Der Fokus der Firmenauswahl liegt auf Produkten und deren Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft. Die Unternehmen sind bestrebt, ihren ökologischen Fussabdruck zu reduzieren und einen signifikanten Beitrag zur Schaffung einer gesünderen und faireren Gesellschaft zu leisten. Hierfür engagieren sie sich beispielsweise für nachhaltige Lieferketten vom Produzenten bis zum Kunden, für Fair-Trade-Zertifizierungen, für die Senkung der CO2-Emissionen sowie die Reduktion von Abfällen.

Die Unternehmen werden periodisch vom Index-Sponsor Raiffeisen Schweiz Investment Advisory überprüft und bei Bedarf ausgetauscht. Die Gleichgewichtung der Aktien wird regelmässig wiederhergestellt.

+ Chancen - Risiken
  • Unternehmen, welche aufgrund ihres Tätigkeits-Umfeld von den genannten Trends betroffen sind, dürften von der steigenden Nachfrage profitieren.
  • Da sich das Universum laufend erweitert und verändert, erfolgt eine periodische Überprüfung und Anpassung des Aktienuniversums durch Raiffeisen Schweiz Investment Advisory.
  • Das Portfolio ist konzentriert und kann erhebliches Engagement in spezifischen Sektoren aufweisen.
  • Die Fokussierung des Portfolios lässt vergleichsweise höhere Kursschwankungen erwarten. Daher eignet sich das Produkt in erster Linie als Beimischung in einem breit diversifizierten Anlagevermögen.

 

Persönliche Beratung

Haben Sie Fragen oder wünschen Sie weitere Auskünfte zu diesem Anlagethema? Profitieren auch Sie von den ausgezeichneten Angeboten Ihrer Raiffeisenbank.

 

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