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Wirtschaft trifft Netzwerk: Ein Abend voller Impulse
Die Raiffeisenbank Obwalden organisierte in Zusammenarbeit mit dem Gewerbeverband Obwalden am Donnerstag, 29. Januar 2026, den traditionellen ApérOW. Durchgeführt wurde der beliebte Netzwerk- und Wirtschaftsabend in den modernen Räumen der Kantonsschule Obwalden in Sarnen.
Den inhaltlichen Auftakt gestaltete Fredy Hasenmaile, Chefökonom der Raiffeisen Schweiz. In seinem Referat gab er einen fundierten Ausblick auf das Wirtschaftsjahr 2026 und beleuchtete dabei insbesondere die Entwicklungen im Kanton Obwalden.
Die Wirtschaftsstruktur in Obwalden ist geprägt von einem überdurchschnittlich hohen Anteil sogenannter autonomer Branchen – also Wirtschaftsbereiche, die unabhängig von der Bevölkerungsentwicklung wachsen oder schrumpfen. Laut dem Economic Research von Raiffeisen bestimmen diese Branchen massgeblich darüber, ob sich die Wirtschaft lediglich breiter aufstellt oder ob auch ein echtes Pro-Kopf-Wachstum erzielt wird.
Trotz zahlreicher Herausforderungen ist die Beschäftigung in den autonomen Branchen in Obwalden über die vergangene Dekade um 3 Prozent gestiegen. Die klassischen Industriebranchen – unter anderem in der Elektro- und Kunststofftechnik – spürten zuletzt die weltweite Nachfrageflaute und wirkten daher eher bremsend. Positiv hingegen entwickelte sich der Tourismus, der wichtige Impulse setzen konnte. Eine stabilisierende Wirkung zeigte zudem der öffentliche Sektor sowie der Bausektor, die die typischerweise höhere Volatilität der autonomen Branchen abfedern.
Für das Jahr 2026 erwarten die Ökonomen von Raiffeisen ein BIP-Wachstum von rund 1 Prozent für die Schweiz. Im Kanton Obwalden dürfte das Wachstum leicht darunter liegen, da sich der dominante Industriesektor voraussichtlich nur langsam von seinem dreijährigen „Kriechgang“ lösen kann.
Ein Fazit aus Hasenmailes Referat: „Fokussiert bleiben und die (firmen-)eigenen Stärken konsequent nutzen – das macht den Unterschied.“ Eine Botschaft, die viele Unternehmerinnen und Unternehmer im Saal als wertvollen Kompass für das herausfordernde Wirtschaftsjahr 2026 mitnehmen dürften.
Im Anschluss an das Referat stellte sich Fredy Hasenmaile den Fragen von Daniel Flury, Mitglied der Bankleitung der Raiffeisenbank Obwalden. Die kurzen, pointierten Diskussionen ermöglichten den Gästen zusätzliche Einblicke und vertiefende Einschätzungen. Durch den Abend führte Jon Duri Mengiardi, Stv. Leiter Firmenkunden, der mit einer sympathischen und kompetenten Moderation durch das Programm leitete.
Beim anschliessenden Apéro riche nutzten die zahlreichen Gäste die Gelegenheit für angeregte Gespräche, wertvolle Begegnungen und den Austausch über das regionale Wirtschaftsgeschehen. Ein gelungener Abend, der einmal mehr zeigte, wie wichtig Vernetzung und Dialog für eine starke Obwaldner Wirtschaft sind.