Ihre Vorsorge im Überblick

Versicherungsausweis

Drucken

Beim Eintritt in unsere Pensionskasse, bei Änderung Ihres Anstellungsverhältnisses und immer zum Jahresbeginn erhalten Sie Ihren persönlichen Versicherungsausweis. Dieser enthält alle Kennzahlen zu Ihrer aktuellen und der voraussichtlichen zukünftigen Vorsorgesituation.

Die mit Zahlen markierten Abschnitte im hier abgebildeten Versicherungsausweis sind weiter unten bei der entsprechenden Zahl erläutert.

Sie können auch die gesamten Erläuterungen als Broschüre (PDF, 428.1KB) herunterladen.
 

Versicherungsausweius Seite 1

Versicherungsausweis, Seite 1 von 2

Versicherungsausweis, Seite 2

Versicherungsausweis, Seite 2 von 2

Lohndaten Basisplan

1 Anrechenbarer Lohn

Er entspricht dem vertraglich vereinbarten Monatslohn, umgerechnet auf ein Jahr. Bei Mitarbeitenden im Stundenlohn wird der anrechenbare Lohn aufgrund des voraussichtlichen Beschäftigungsgrads ermittelt.

2 Koordinationsabzug

Der Koordinationsabzug berücksichtigt, dass ein Teil des Einkommens bereits in der 1. Säule (AHV/IV)  versichert ist und soll eine Überversicherung verhindern. Er entspricht einem Drittel des anrechenbaren Lohns, aber maximal 7/8 der maximalen AHV-Altersrente (CHF 24'675 ,Stand 2017).

3 Versicherter Lohn

Er ergibt sich aus der Differenz zwischen dem anrechenbaren Lohn und dem Koordinationsabzug.  Der versicherte Lohn ist massgebend für die Beiträge sowie die Leistungen bei Tod und Invalidität.

Lohndaten Bonusplan

Der Bonus wird jährlich per 1. Januar von der Arbeitgeberin der Pensionskasse gemeldet und bleibt für das ganze Kalenderjahr unverändert. Versichert ist ein Bonus ab CHF 3'000.

4 Versicherter Bonus Sparen

Dieser versicherte Bonus ist massgebend für die Berechnung Ihrer Altersleistungen aus dem Bonus-plan und entspricht dem von der Arbeitgeberin der Pensionskasse gemeldeten effektiven Bonus.

5 Versicherter Bonus Risiko

Dieser versicherte Bonus ist massgebend für die Berechnung Ihrer Risikoleistungen (Invalidität und Tod) aus dem Bonusplan. Er entspricht dem Durchschnitt der letzten drei der Pensionskasse gemeldeten Boni. Die Durchschnittsbildung beginnt ab dem zweiten Jahr. Ist der Bonus kleiner als CHF 3'000.– wird er bei der Berechnung des Durchschnitts mit Null eingerechnet.

Beiträge

6 Altersgutschrift (Basisplan)

Der monatliche Beitrag ist von Ihrem Alter (Kalenderjahr minus Geburtsjahr) und Ihrem versicherten Lohn (Ziffer 3) abhängig. Die Altersgutschriften, die Sie und Ihre Arbeitgeberin bezahlen, werden Ihrem Altersguthaben im Basisplan gutgeschrieben:

Bei den Altersgutschriften können Sie zwischen drei Skalen auswählen. Je höher die gewählten Altersgutschriften sind, je höher sind die voraussichtlichen Altersleistungen (Ziffern 11 und 13) sowie die Einkaufsmöglichkeit (Ziffer 23). Die gewählte Skala ist jeweils für das ganze Kalenderjahr gültig und kann auf den 1. Januar des Folgejahres wieder geändert werden. Treten Sie neu in die Pensionskasse ein, so gilt für das ganze Eintrittsjahr die Skala «Standard». Die Beitragsskala ist in den Personaldaten ausgewiesen.

7 Risiko (Basisplan)

Der monatliche Risikobeitrag ist von Ihrem Alter und Ihrem versicherten Lohn (Ziffer 3) abhängig. Er dient zur Finanzierung der Invaliden- und Hinterlassenenleistungen.

8 Bildung Wertschwankungsreserve/Verwaltungskosten (Basisplan)

Der monatliche Beitrag ist von Ihrem Alter und Ihrem versicherten Lohn (Ziffer 3) abhängig:

Die Wertschwankungsreserve dient dem Ausgleich von Schwankungen an den Geld- und Kapitalmärkten. Sie ist somit eine Art «reserviertes» Vermögen, damit die Pensionskasse ihre Verpflichtungen auch in schwierigen Anlagejahren erfüllen kann. Sobald die Wertschwankungsreserve die festgelegte Sollgrösse erreicht hat, wird dieser Beitrag dem Fonds für Teuerungszulagen auf den Renten zugewiesen. Der Verwaltungskostenbeitrag deckt die Kosten wie Löhne, Informatik, Raummiete etc. der Personalvorsorge.

9 Spargutschrift/Risiko (Bonusplan)

Die Spargutschrift berechnet sich vom versicherten Bonus Sparen (Ziffer 4) und der Risikobeitrag vom versicherten Bonus Risiko (Ziffer 5). Ersterer wird Ihrem Sparguthaben im Bonusplan gutgeschrieben. Der Risikobeitrag dient zur Finanzierung der Invaliden- und Hinterlassenenleistungen im Bonusplan. Die Beiträge werden einmal jährlich erhoben.

10 Zinssätze

Der Verwaltungsrat legt jeweils einen provisorischen Zinssatz für das laufende Jahr fest. Der definitive Zinssatz wird Ende Jahr vom Verwaltungsrat auf der Basis der erzielten Rendite auf dem Vermögen festgelegt. Dieser gilt für Pensionierungen und Austritte am 31.12. sowie jene Versicherten, die am 31.12./1.1. aktiv sind.

Der BVG-Mindestzinssatz wird vom Bundesrat bestimmt und gilt für die Verzinsung des BVG-Altersguthabens gemäss Ziffer 28. Der Zinssatz für die Hochrechnung des Altersguthabens (Ziffer 11) bestimmt sich aufgrund der langfristigen Ertragsmöglichkeiten abzüglich der zu erwartenden Teuerung.

Voraussichtliche Leistungen im Alter

11 Altersguthaben (Basisplan)

Das voraussichtliche Altersguthaben ergibt sich aus dem am Tag der Erstellung des Ausweises vorhandenen Altersguthaben im Basisplan, erhöht um die bis zur Pensionierung zu erwartenden Altersgutschriften bei gleichbleibendem versicherten Lohn und gleicher Beitragsskala. Für die Hochrechnung des Altersguthabens wird der Zinssatz gemäss Ziffer 10 angewandt.

12 Umwandlungssatz

Der Prozentsatz, mit welchem das Altersguthaben im Zeitpunkt der Pensionierung in eine lebenslängliche Altersrente umgewandelt wird, heisst Umwandlungssatz. Er wird bestimmt durch die durchschnittliche Lebenserwartung sowie dem erwarteten langfristigen Vermögensertrag.

Die Pensionskasse reduziert ihre Umwandlungssätze über die nächsten Jahre schrittweise. Auf Ihrem Versicherungsausweis sind die Ihrem Geburtsjahr zugeordneten Umwandlungssätze dargestellt.

13 Jährliche Altersrente

Die Altersrente per gewünschtem Rücktrittsalter ergibt sich aus der Multiplikation des voraussichtlichen Altersguthabens mit dem Umwandlungssatz. Anstelle einer Rente können Sie das Altersguthaben ganz oder teilweise in Kapitalform beziehen. Der Kapitalbezug muss nicht vorgängig angemeldet werden. Persönliche Einkäufe in den letzten drei Jahren vor der Pensionierung können nicht in Kapitalform bezogen werden (siehe Ziffer 26).

Die Alterspensionierung ist flexibel gestaltet. Sie haben die Möglichkeit, sich ab Alter 58 ganz oder teilweise (mindestens 20%) pensionieren zu lassen. Oder Sie können über das ordentliche Rentenalter  65 (bis längstens zum 70. Altersjahr) hinaus weiterarbeiten und in der Pensionskasse versichert bleiben. Eine vorzeitige Teilpensionierung mit Weiterbeschäftigung bzw. eine Weiterbeschäftigung über das Alter 65 hinaus bedarf der Zustimmung Ihrer Arbeitgeberin.

AHV-Überbrückungsrente

Bei einer vorzeitigen Pensionierung können Sie bis zum ordentlichen AHV-Rentenalter eine AHV-Überbrückungsrente von der Pensionskasse beziehen. Die Höhe ist auf die maximale einfache AHV-Altersrente (CHF 28'200, Stand 2017) beschränkt. Der Bezug hat eine lebenslängliche Kürzung Ihrer Altersrente zur Folge.

Alters-Kinderrente

Beziehen Sie eine Altersrente und haben Sie Kinder, besteht für jedes Kind bis zum Erreichen des 20. Altersjahres Anspruch auf eine Kinderrente aus dem Basisplan. Befindet sich das Kind in Ausbildung oder ist es invalid, besteht der Anspruch längstens bis zum 25. Altersjahr. Die Rente beträgt für jedes Kind 20% der ausbezahlten Altersrente.

Hinterbliebenenrenten bei Tod als Altersrentner

Sterben Sie als Altersrentner, so hat Ihr hinterbliebener Ehegatte, eingetragener Partner oder angemeldeter Lebenspartner Anspruch auf eine Rente. Sie beträgt 60% der ausbezahlten Altersrente.

Ist Ihr überlebender Ehegatte/Partner mehr als 10 Jahre jünger als Sie, so wird die Rente für jedes die Differenz von 10 Jahren übersteigende ganze oder angebrochene Jahr um 1% gekürzt. Eine weitere Kürzung ergibt sich bei Heirat, Eintragung der Partnerschaft bzw. Anmeldung der Lebenspartnerschaft nach dem 65. Altersjahr. Die Details sind in Art. 34 des Reglements geregelt.

14 Sparguthaben Bonusplan

Das Sparguthaben im Bonusplan wird im Zeitpunkt der Pensionierung grundsätzlich als Kapital ausbezahlt. Sie können damit aber auch eine bestehende Rentenkürzung im Basisplan auskaufen. Im Bonusplan wird keine Alters-Kinderrente ausgerichtet.

15 Guthaben VP-Konto

Das Konto Vorzeitige Pensionierung (VP-Konto) dient für den Auskauf der entstehenden Rentenkürzungen im Basisplan bei einer vorzeitigen Pensionierung. Es kann aber auch einmalig als Kapital bezogen werden.

Leistungen bei Invalidität

16 Jährliche Invalidenrente bis Alter 65

Werden Sie invalid, so haben Sie Anspruch auf eine Invalidenrente. Sie wird nach dem Grad der Invalidität abgestuft. Es bestehen spezielle Bestimmungen bezüglich Koordination mit anderen Sozialversicherungen, Möglichkeit des Kapitalbezugs der Altersleistungen, Sparen bei Invalidität etc.

Basisplan

Die jährliche volle Invalidenrente beträgt 70% des vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit versicherten Lohns (Ziffer 3). Sie wird bis zum 65. Altersjahr ausgerichtet und anschliessend durch die Altersrente (Ziffer 13) abgelöst. Während der Invalidität wird der Sparprozess auf der Basis der vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit gültigen Beitragsskala weitergeführt. Die Beiträge gehen zu Lasten der Pensionskasse.

Bonusplan

Die volle Invalidenrente beträgt 50% des vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit versicherten Bonus Risiko (Ziffer 5). Sie wird bis zum 65. Altersjahr ausbezahlt. Bei Erreichen des ordentlichen Rücktrittsalters wird das vorhandene Sparguthaben als Kapital ausbezahlt. Dieses ergibt sich aus dem vorhandenen Kapital im Zeitpunkt des Anspruchs auf eine Invalidenrente und dessen Weiterverzinsung bis zum Alter 65.

Hinterbliebenenrenten bei Tod als Invalidenrentner

Sterben Sie als Invalidenrentner, so hat Ihr hinterbliebener Ehegatte, eingetragener Partner oder angemeldeter Lebenspartner Anspruch auf eine Rente. Im Basisplan beträgt sie 60% und im Bonusplan 70% der ausbezahlten Invalidenrente. Ist Ihr über lebender Partner mehr als 10 Jahre jünger als Sie, so wird die Rente für jedes die Differenz von 10 Jahren übersteigende ganze oder angebrochene Jahr um je 1% gekürzt. Die Waisenrente entspricht jener gemäss Ziffer 17.

17 Jährliche Invaliden-Kinderrente bis Alter 20/25

Basisplan

Beziehen Sie eine Invalidenrente und haben Sie Kinder, besteht für jedes Kind bis zum Erreichen des 20. Altersjahres Anspruch auf eine Kinderrente aus dem Basisplan. Befindet sich das Kind in Ausbildung oder ist es invalid, besteht der Anspruch längstens bis zum 25. Altersjahr. Die Rente beträgt für jedes Kind 20% der ausbezahlten Invalidenrente.

Bonusplan

Es wird keine Invaliden-Kinderrente ausgerichtet.

18 Guthaben VP-Konto

Ein allfälliges Guthaben können Sie sich entsprechend der Höhe der Invalidenrente im Zeitpunkt der Aus-richtung der Rente durch die Pensionskasse bar auszahlen lassen. Verzichten Sie darauf, so wird das Guthaben bis zum Alter 65 weiterverzinst und dann bar oder als Altersrente ausbezahlt.

Leistungen bei Tod als aktives Mitglied

19 Jährliche Ehegattenrente

Sterben Sie als aktives Mitglied, so hat Ihr überlebender Ehegatte Anspruch auf eine Rente.

Die Ehegattenrente im Basisplan beträgt 42 % des versicherten Lohns (Ziffer 3) und im Bonusplan 35% des versicherten Bonus Risiko (Ziffer 5).

Ist Ihr überlebender Ehe gatte mehr als 10 Jahre jünger als Sie, so wird die Rente für jedes die Differenz von 10 Jahren über steigende ganze oder angebrochene Jahr um je 1% gekürzt. Bei Wiederverheiratung des über lebenden Ehegatten wird die Rentenzahlung eingestellt, und es werden zwei Jahresrenten als einmalige Abfindung ausbezahlt.

Der Leistungsanspruch und die Höhe gelten für den eingetragenen Partner sinngemäss. Für den angemeldeten Lebenspartner gelten die Bedingungen gemäss Art. 36 des Reglements.

20 Jährliche Waisenrente bis Alter 20/25

Basisplan

Hinterlassen Sie als aktives Mitglied bei Ihrem Tod Kinder, besteht für jedes Kind bis zum Erreichen des 20. Altersjahrs Anspruch auf eine Waisenrente. Befindet es sich danach noch in Ausbildung, besteht der Anspruch bis zu deren Ende, längstens jedoch bis zum vollendeten 25. Altersjahr. Die Waisenrente beträgt 14% des zuletzt versicherten Lohns (Ziffer 3).

Bonusplan

Die Pensionskasse richtet keine Waisenrente aus dem Bonusplan aus.

21 Todesfallkapital ohne Ausrichtung Ehegattenrente

Sterben Sie als aktives Mitglied oder als Invalidenrentner und richtet die Pensionskasse keine Rente an einen Ehegatten, eingetragenen Partner oder angemeldeten Lebenspartner aus, so wird das gesamte Guthaben (Ziffer 27) an die Anspruchsberechtigten gemäss Art. 40ff des Reglements ausbezahlt.

22 Todesfallkapital mit Ausrichtung Ehegattenrente

Sterben Sie als aktives Mitglied oder als Invalidenrentner und richtet die Pensionskasse eine Rente an einen Ehegatten, eingetragenen Partner oder angemeldeten Lebenspartner aus, so wird unter Umständen zusätzlich ein Todesfallkapital aus dem Bonus- und Basisplan ausbezahlt. Es entspricht dem höheren der beiden folgenden Beträge:

  • Barwert der Rente im Basis- und Bonusplan abzüglich vorhandener Kapitalien aus Basis- und Bonusplan
  • Persönliche Einkäufe seit 01.01.2005 in die Pensionskasse abzüglich allfällige Vorbezüge für Wohneigentum oder infolge Scheidung/Auflösung der eingetragenen Partnerschaft

Das Guthaben im VP-Konto wird in jedem Fall als Todesfallkapital ausbezahlt.

Einkaufsmöglichkeiten

23 Altersguthaben Basisplan

Differenz zwischen dem maximal möglichen Altersguthaben und dem vorhandenen Altersguthaben.

Rechenbeispiel

Ist ein Wert negativ, so können Sie im Basisplan keine Einkäufe mehr tätigen. Dies ist z.B. bei einer Lohn- und/oder Beschäftigungsgradreduktion der Fall.
Mit einem Einkauf erhöhen sich Ihre voraussichtlichen Altersleistungen (Ziffern 11 und 13). Die Risikoleistungen bei Tod und Invalidität bleiben unverändert.

24 Sparguthaben Bonusplan

Differenz zwischen dem maximal möglichen Sparguthaben und dem vorhandenen Sparguthaben.

Ist ein Wert negativ, so können Sie im Bonusplan keine Einkäufe mehr tätigen. Dies ergibt sich bei einer Reduktion des versicherten Bonus Risiko. Mit einem Einkauf erhöht sich Ihr Sparguthaben. Die Risikoleistungen bei Invalidität und Tod bleiben unverändert.

25 Guthaben VP-Konto

Ist bei Ihrem Eintritt die eingebrachte Freizügigkeitsleistung höher als das maximal mögliche Altersguthaben im Basisplan, so wird der Überschuss dem VP-Konto gutgeschrieben.

Sie können zusätzlich ab Alter 25 Rentenkürzungen im Basisplan auskaufen, welche sich im Hinblick auf eine vorzeitige Pensionierung ergeben. Diese Kürzungen ergeben sich

  • bei Pensionierung vor dem Alter 65
  • beim Bezug einer AHV-Überbrückungsrente bis zum ordentlichen AHV-Rentenalter

Vor einem persönlichen Einkauf müssen Ihre Einkaufsmöglichkeiten im Basis- und Bonusplan vollständig ausgeschöpft sein. Das Team der Personalvorsorge gibt Ihnen die Höhe der Einkaufsmöglichkeit gerne bekannt.

26 Vorbehalten bleiben gesetzliche Bestimmungen

Bei einem persönlichen Einkauf wird immer eine Gesamtbetrachtung angestellt und nicht nur die Einkaufsmöglichkeit im einzelnen Plan. Dies bedeutet, dass z.B. ein Überschuss im Basisplan mit einer Einkaufsmöglichkeit im Bonusplan verrechnet wird. Ferner gilt es, u.a. Folgendes zu beachten:

  • Persönliche Einkäufe können in den folgenden drei Jahren nicht in Kapitalform bezogen werden.
  • Guthaben auf einem Freizügigkeitskonto oder einer -police werden an die Einkaufsmöglichkeiten angerechnet.
  • Vorbezüge für Wohneigentum aus der 2. Säule sind vor einem persönlichen Einkauf vollumfänglich zurückzuzahlen.
  • Mit Erreichen des 65. Altersjahrs erlischt die Möglichkeit des persönlichen Einkaufs.

Tätigen Sie innerhalb der Sperrfrist von drei Jahren einen Kapitalbezug, so kann die Steuerbehörde die steuerliche Abzugsfähigkeit der Einkäufe, die innerhalb dieser drei Jahre liegen, rückwirkend aberkennen. Es empfiehlt sich deshalb, nach einem persönlichen Einkauf innerhalb der folgenden drei Jahre keine Kapitalbezüge zu tätigen bzw. vorgängig die Situation mit den zuständigen Steuerbehörden abzuklären.

Austrittsinformation

27 Total Freizügigkeitsleistung

Total der vorhandenen Guthaben aus dem Basis- und Bonusplan sowie dem VP-Konto bei Erstellung des Versicherungsausweises. Die Freizügigkeitsleistung versteht sich nach Abzug allfälliger bei der Pensionskasse getätigter Vorbezüge. Dieser Betrag würde bei Ihrem Austritt an die neue Vorsorgeeinrichtung überwiesen.

28 BVG-Altersguthaben

Es entspricht dem Betrag, den Ihr Altersguthaben aufweisen würde, sofern nur die gesetzlichen Minimalleistungen versichert wären. Zur Ermittlung dieses Wertes führt die Pensionskasse eine sogenannte Schattenrechnung.

Wohneigentum

29 Maximal möglicher Vorbezug

Bis zum 62. Altersjahr können Sie für selbstbewohntes Wohneigentum Gelder aus der Pensionskasse beziehen. Bis zum 50. Altersjahr kann das gesamte Guthaben gemäss Ziffer 27 dafür verwendet werden. Davon ausgenommen sind persönliche Einkäufe, die in den letzten drei Jahren vor dem Vorbezug getätigt wurden. Ab Alter 50 gelten spezielle Bestimmungen (Ziffer 37). Ein Vorbezug von mindestens CHF 20'000 ist alle fünf Jahre möglich.

30 Vorbezüge für Wohneigentum

Sämtliche bisher von Ihnen bei der Raiffeisen Pensionskasse und früheren Vorsorge- oder Freizügigkeitseinrichtungen  getätigten Vorbezüge.

31 Rückzahlungen Vorbezüge für Wohneigentum

Sämtliche bisher von Ihnen bei der Raiffeisen Pensionskasse und früheren Vorsorge- oder Freizügigkeitseinrichtungen getätigten Rückzahlungen. Ist die Voraussetzung der Selbstnutzung des Wohneigentums durch Sie nicht mehr gegeben (Verkauf, Vermietung etc.), ist der Vorbezug an die Pensionskasse zurückzuerstatten. Sie haben zudem jederzeit die Möglichkeit, den Vorbezug ganz oder teilweise zurückzuzahlen. Der Mindestbetrag beträgt CHF 20'000.

32 Verpfändung Freizügigkeitsleistung/Vorsorgeleistungen

Sie können anstelle eines Vorbezugs Ihren Anspruch auf Vorsorgeleistungen bzw. einen Teil oder die ganze Freizügigkeitsleistung (Ziffer 27, bzw. Ziffer 37) für selbstbewohntes Wohneigentum verpfänden. Es gelten die gleichen Bedingungen wie für die Vorbezüge (Ziffer 29).

Weitere Informationen (Angaben ohne Zinsen)

33 Startkapital am 01.01.2005, inkl. Zuschlag

Die Raiffeisen Pensionskasse wechselte per 01.01.2005 vom Leistungs- ins Beitragsprimat. Die per 31.12.2004 vorhandene Freizügigkeitsleistung, erhöht um allfällige bei der Pensionskasse bis Ende 2004 getätigte Vorbezüge, wurde als Startkapital eingebucht.

Um die Altersleistungen im Beitragsprimat auf ähnlichem Niveau wie im Leistungsprimat zu halten, leisteten die Arbeitgeberinnen einen Beitrag (Zuschlag) bei dieser Umstellung.

34 Eingebrachte Freizügigkeitsleistung

Sämtliche von Ihnen seit 01.01.2005 eingebrachten Austrittsleistungen aus einer vorhergehenden Vorsorge- oder Freizügigkeitseinrichtung unabhängig davon, ob diese in den Basisplan, den Bonusplan oder ins VP-Konto eingebucht wurden. Von Ihnen bis 31.12.2004 eingebrachte Freizügigkeitsleistungen sind im Startkapital (Ziffer 33) enthalten.

35 Einkäufe Mitglied

Sämtliche persönlichen Einkäufe von Ihnen seit dem 01.01.2005. Einkäufe bis 31.12.2004 sind im Startkapital (Ziffer 33) enthalten.

36 Freizügigkeitsleistung bei Heirat/Eintragung Partnerschaft

Bei Mitgliedern wird seit 01.01.1995 die Freizügigkeitsleistung per Heiratsdatum festgehalten.

Sie dient im Scheidungsfall als Basis für die Berechnung der während der Ehe erworbenen Freizügigkeitsleistung und wird grundsätzlich hälftig geteilt. Für eingetragene Partnerschaften gilt diese Bestimmung sinngemäss.

37 Freizügigkeitsleistung im Alter 50

Dieser Betrag ist beim Bezug von Geldern für selbstbewohntes Eigentum ab dem Alter 50 von  Bedeutung. Der Bezug ist betragsmässig beschränkt auf den höheren der beiden folgenden  Beträge:

a) Freizügigkeitsleistung im Alter 50

b) Hälfte der aktuellen Freizügigkeitsleistung (Ziffer 27)

38 Vorbezug infolge Scheidung

Betrag, der im Scheidungsfall an den geschiedenen Ehegatten übertragen wurde. Sie können sich im Rahmen des übertragenen Vorbezugs wieder einkaufen. Die gesetzlichen Einkaufsbeschränkungen gemäss Ziffer 26 gelten nicht.

39 Rückzahlung Vorbezug infolge Scheidung

Betrag, der von Ihnen bis jetzt zurückbezahlt wurde.

40 Anmeldung Lebenspartnerschaft

Sind gewisse Bedingungen erfüllt (Art. 36 des Reglements), so hat Ihr Lebenspartner bei Ihrem Tod als aktives Mitglied oder als Alters-, bzw. Invalidenrentner Anspruch auf eine Rente. Die Höhe entspricht jener der Ehegattenrente. Die Begünstigung ist der Pensionskasse zu Lebzeiten schriftlich mitzuteilen.

41 Änderung Begünstigungsordnung Todesfallkapital

Sterben Sie als aktives Mitglied oder als Invalidenrentner und wird ein Todesfallkapital gemäss Ziffern 21 oder 22 zur Auszahlung fällig, so richtet sich die Reihenfolge der Begünstigung nach Art. 41 des Reglements. Sie können diese teilweise abändern. Möchten Sie davon Gebrauch machen, so haben Sie die Pensionskasse zu Lebzeiten schriftlich darüber zu informieren.

42 Bezug Teil-Invalidenrente

Information, ob Sie als aktives Mitglied gleichzeitig eine Teil-Invalidenrente der Pensionskasse beziehen.

43 Bezug Teil-Altersleistungen

Information, ob Sie als aktives Mitglied gleichzeitig teilpensioniert sind.

 

Rechtsverbindlich ist das aktuelle vollständige Reglement der Raiffeisen Pensionskasse.

Die verwendeten männlichen Formen gelten sinngemäss auch für weibliche Personen.