Rückblick Delegiertenversammlung 2019

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St.Gallen, 1. Juli 2019 

Am 21. Juni 2019 fand in Zürich die achte Delegiertenversammlung der Raiffeisen Pensionskasse inklusive «PK-Kongress» statt. Wichtige Traktanden waren die Gesamterneuerungswahlen des Verwaltungsrats und die Anpassung der Statuten für den Stichentscheid im Verwaltungsrat. Zudem wurden die Grundsätze der Überschussbeteiligung angepasst.

Anlässlich der ordentlichen Delegiertenversammlung 2019 haben die 134 anwesenden Delegierten einstimmig die Jahresrechnung 2018 der Raiffeisen Pensionskasse genehmigt und dem Verwaltungsrat der Raiffeisen Pensionskasse Entlastung erteilt. Als Revisionsstelle wurde die PricewaterhouseCoopers AG für ein weiteres Jahr bestätigt.

Gesamterneuerungswahlen des Verwaltungsrats und neuer Arbeitnehmervertreter

Dieses Jahr standen wieder die Gesamterneuerungswahlen des Verwaltungsrats an. Folgende Verwaltungsräte wurden von der Versammlung für die kommenden zwei Amtsjahre gewählt:

Vertreter der Arbeitgeber
Dr. Christian Poerschke, Speicher AR (bisher)
Cornelia Dippon, Oensingen SO (bisher)
René Arnold, Baar ZG (bisher)
Christof Oswald, Uzwil SG (bisher)

Vertreter der Arbeitnehmer
Dominik Frey, Jenins GR (bisher)
Frank Kreuzer, Naters VS (bisher)
Irma Zala Dedola, Lugano-Breganzona TI (bisher)
Jacques-Alexis Wolff, Bourg-en-Lavaux VD (neu)

Jacques-Alexis Wolff, vorgeschlagen vom Genfer Verband, hat sich bei den Wahlen zum neuen Arbeitnehmervertreter mit 77 Stimmen (bei einem absoluten Mehr von 66 Stimmen) gegen zwei weitere Kandidaten aus der Westschweiz durchgesetzt. Er tritt die Nachfolge des nach zehn Jahren altersbedingt ausgeschiedenen Vizepräsidenten Gérard Voegele an. Das neue Mitglied des Verwaltungsrates ist Leiter Finanzberatung und Vorsorge bei der Raiffeisenbank Région Genève Rhône.

Wir danken dem per Datum der Delegiertenversammlung vom 21. Juni 2019 zurückgetretenen Gérard Voegele für die langjährige und ausgezeichnete Zusammenarbeit und wünschen Jacques-Alexis Wolff einen erfolgreichen Einstieg in sein Amt.

Die selbstkonstituierende Sitzung des Verwaltungsrats findet am 29. August 2019 statt.

Änderung der Statuten bezüglich des Stichentscheids im Verwaltungsrat

Obwohl es im Verwaltungsrat seit über zehn Jahren kein einziges Mal zu einer Stichentscheids-Situation gekommen ist, hat der Verwaltungsrat beantragt, die betreffende Regelung in den Statuten anzupassen, so dass diese Befugnis zukünftig abwechslungsweise der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite zusteht. Bisher war der Stichentscheid dem Präsidenten vorbehalten.

Der Vorschlag zur Neuregelung des Stichentscheids im Verwaltungsrat wurde von den Delegierten einstimmig angenommen (für eine Änderung der Statuten ist eine 2/3-Mehrheit nötig). Das Recht auf den Stichentscheid bei Stimmengleichheit im Verwaltungsrat wechselt neu alle zwei Jahre zwischen dem Präsidenten und dem Vizepräsidenten und somit alternierend zwischen einem Vertreter der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber. Die Änderung wurde mit sofortiger Gültigkeit in den Statuten umgesetzt – die angepassten Statuten sowie einen synoptischen Vergleich mit den beschlossenen Änderungen finden Sie hier.

Anpassung der Grundsätze zur Verwendung Freier Mittel

Anlässlich der Delegiertenversammlung 2018 sind die «Grundsätze zur Verwendung von Freien Mitteln (Überschussbeteiligung)» verabschiedet und eingeführt worden. Bei der erstmaligen Umsetzung der Überschussbeteiligung im vergangenen Jahr wurden infolge der Aufrundung des Zusatzzinses auf das nächste halbe Prozent gemäss den verabschiedeten Grundsätzen (von 1,01% auf 1,5%) fast 4 Millionen Franken mehr als die zum massgebenden Zeitpunkt bestehenden Freie Mittel von rund 30 Millionen Franken ausbezahlt. Um eine solche Situation in Zukunft möglichst auszuschliessen, hat der Verwaltungsrat den Antrag gestellt, die Grundsätze so abzuändern, dass in Zukunft nur noch auf das nächste Zehntelprozent aufgerundet werden und eine Auszahlung erst ab 0,5% erfolgen solle (Wesentlichkeitsgrenze analog früherer Aufrundungssystematik).

Diesem Antrag stellte Peter Bühler, Arbeitnehmervertreter des Regionalverbands Thurgau, einen Gegenantrag gegenüber, der eine Auszahlung schon ab einem Zusatzzins von 0,1% forderte.

Der Antrag des Verwaltungsrats wurde mit 84 zu 43 Stimmen angenommen. Somit erfolgt eine zukünftige Überschussbeteiligung – wie bis anhin – ab 0,5% Zusatzzins, wobei bei der Berechnung des Zusatzzinses neu auf das nächste Zehntelprozent anstatt auf das nächste halbe Prozent aufgerundet wird. Die aktualisierten «Grundsätze zur Verwendung von Freien Mitteln (Überschussbeteiligung)» hier.

Delegiertenversammlung 2019 in Zürich

Delegiertenversammlung 2019 in Zürich