Wie reagiert unsere Pensionskasse?

Beteiligungsstrategie

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Die aktuelle Leistungsstrategie unserer Pensionskasse, die bis im Jahr 2023 umgesetzt sein wird, bildet die Basis für eine nachhaltig faire Behandlung der verschiedenen Versichertengenerationen.

Mit der Anpassung des technischen Zinses von 2,5% auf 2,0% verfolgt unsere Pensionskasse die zwei Hauptziele:

  • Langfristige Stabilität unserer Pensionskasse
  • Umverteilungsfreie Finanzierung der Leistungsversprechen

Aus der angepassten Leistungsstrategie resultiert eine Sollrendite, die der Verwaltungsrat unserer Pensionskasse als kurz- und mittelfristig erreichbar einschätzt.

 

Gleiche Verzinsung für Aktive und Rentenbezüger

Eine tiefere Sollrendite und damit eine langfristig umverteilungsfreie Kostendeckung durch die tatsächliche Anlagerendite ermöglicht es unserer Pensionskasse, auch bei der Verzinsung der Guthaben unserer Mitglieder den zentralen Wunsch nach Gleichbehandlung zu erfüllen.
Unser Verwaltungsrat hat sich klar dafür ausgesprochen, die Altersguthaben der aktiven Versicherten, wann immer es die finanzielle Lage erlaubt, analog dem technischen Zins zu verzinsen. Das bedeutet, dass von einer regelmässigen Verzinsung mit 2,0% ausgegangen werden darf, so lange die finanzielle Situation der Pensionskasse stabil ist, d.h. eine entsprechende Wertschwankungsreserve besteht.

 

Beteiligung an den Überschüssen

Hat eine Pensionskasse ihre Wertschwankungsreserve voll geäufnet und damit ihren Zieldeckungsgrad erreicht, so entstehen in guten Anlagejahren Überschüsse, sogenannte Freie Mittel. Dies ist der Fall, wenn zum Zeitpunkt des Jahresabschlusses der Zieldeckungsgrad übertroffen wird, d.h. wenn das Vermögen der Pensionskasse grösser ist als die Summe von Deckungskapital zur Erfüllung der Verpflichtungen und Sollgrösse der Wertschwankungsreserve.

Der Entscheid über die Verwendung von Freien Mitteln liegt in der Kompetenz der Delegiertenversammlung. Die entsprechende Befugnis ist in Artikel 17c unserer Statuten beschrieben:

Entscheidung, ob versicherungstechnisch freie Mittel den Reserven zugewiesen, für Leistungsverbesserungen oder Beitragsreduktionen verwendet werden;

Eine Pensionskasse, die Ihren Zieldeckungsgrad erreicht und ihre Grundlagen an das aktuelle Umfeld angepasst hat, sollte sich also auch mit der Frage auseinandersetzen, wie sie ihre Versicherten auf vernünftige Art und Weise am Anlageerfolg beteiligen kann, sollten die Vermögensanlagen regelmässig mehr Rendite abwerfen, als bei der Festlegung der Leistungsstrategie angenommen worden war. Eine solche Beteiligungsstrategie hat unsere Pensionskasse in den letzten Jahren entwickelt.

Im Juni 2018 hat die Delegiertenversammlung ein neues Modell eingeführt, das die Verwendung zukünftiger Freier Mittel aufgrund klar definierter Grundsätze der Überschussbeteiligung regelt. Sie sollen eine verlässliche und nachvollziehbare Verwendung zukünftiger Freier Mittel bewirken und gleichzeitig bei der Erfolgsbeteiligung eine möglichst faire Behandlung der verschiedenen Versichertengenerationen ermöglichen.