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Anlagechancen nutzen – trotz globaler Unsicherheiten
Während die Weltwirtschaft auf kleiner Flamme köchelt, droht die US-Zollpolitik die Suppe zu versalzen. Da stellt sich die Frage: Ist jetzt wirklich der Moment zum Investieren? Die Antwort lautet: Ja. Denn wer aktuell spart, verliert. Dafür sorgt die Nullzinspolitik der Schweizer Nationalbank (SNB). Wer aber Ruhe bewahrt und auf die richtigen Zutaten setzt, kann profitieren – so nutzten wir bei Raiffeisen im ersten Halbjahr Renditechancen.
Unser breit aufgestelltes Portfolio konnte die gestiegene Volatilität einzelner Titel gut abfedern, weil sich die Märkte im Schnitt erstaunlich schnell vom Zollschock im April und dem Nahostkonflikt erholten. Gleichzeitig rechnen wir angesichts der anhaltenden Unsicherheiten Anlagechancen nutzen – trotz globaler Unsicherheiten mit schwächelnden Unternehmensgewinnen.
Vorsicht bei US-Titeln
Bei Titeln in US-Dollar hat sich «Weniger ist mehr» als gute Strategie erwiesen. Denn Trumps Politik schwächte die Währung deutlich. Mit seiner «Big Beautiful Bill» treibt er die Staatsschulden nach oben – und das bei einer schwachen Konjunktur sowie steigenden Preisen. In dieser sogenannten Stagflation – einer stagnierenden Wirtschaft in einem inflationären Umfeld – prognostizieren unsere Experten eine Teuerung von 3,5 Prozent.
Anders in Europa: Dort nimmt die Inflation leicht ab und wird im Einklang mit den Zielen der Europäischen Zentralbank (EZB) bei rund 2 Prozent erwartet. In der Schweiz hingegen treibt der starke Franken deflationäre Tendenzen an – denen die SNB nun durch ihre Nullzinspolitik entgegenwirkt. Wir befürchten derzeit nicht, dass der Schweizer Franken weiter aufwertet und sich die Situation weiter verschärft.
Langfristig anlegen und Megatrends nutzen
Die unterschiedlichen Marktentwicklungen sollten aktiv genutzt werden: US-Dollar- und Frankenanleihen eher reduzieren, dafür auf defensive und dividendenstarke Titel setzen. In unseren Portfolios haben wir Gold mit 8 Prozent stark und Schweizer Immobilienfonds mit 6,5 Prozent leicht übergewichtet. Gold hat, wie so oft, als wertbeständige Anlage überzeugt und 2025 in US-Dollar bereits um rund 28 Prozent zugelegt. In Schweizer Franken gerechnet waren es 15 Prozent. Inländische Immobilienfonds profitieren nach wie vor von der anhaltend hohen Nachfrage und sinkenden Zinsen. Das ermöglicht attraktive Ausschüttungsrenditen von rund 2 Prozent.
Auch ein Blick auf den Schweizer Aktienmarkt lohnt sich. Hier winken attraktive Dividenden um 3 Prozent und die Risikoprämie liegt deutlich über dem globalen Durchschnitt. Das heisst: Schweizer Aktien versprechen momentan im Verhältnis zum Risiko besonders hohe Erträge.
Der hiesige Markt profitiert zusätzlich vom hohen Anteil an konjunkturresistenten Pharmatiteln. Doch aufgepasst: Sollte diese Branche – wie von Trump angedroht – mit hohen Zöllen abgestraft werden, könnte sie das empfindlich treffen. Um Klumpenrisiken zu vermeiden, eignen sich weitere defensive Titel, wie zum Beispiel Versicherungs- und Telekomwerte, oder Nahrungsmittelaktien.
Unser Fazit: Wer an Chancen glaubt, lässt sich weder von Schlagzeilen noch von erratischer Handelspolitik aus der Ruhe bringen – und kann so langfristig von den Märkten profitieren.

"Ich begleite meine Kundinnen und Kunden mit individuell abgestimmten Anlagelösungen auf ihrem Weg zu finanzieller Sicherheit und persönlicher Freiheit."
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Mounia Berqaoui
Teamleiterin Privatkundenberaterin