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16.04.2026

Anlegen beginnt zu Hause und wächst mit der Eigeninitiative

Finazwissen

 

Familiäre Prägung beeinflusst das Anlageverhalten – Eigeninitiative macht den Unterschied

Wer in einem finanzaffinen Elternhaus aufwächst, kennt sich in Geldfragen oft besser aus. Das zeigt eine repräsentative Umfrage, in der das Anlageverhalten von Eltern und deren Kindern untersucht wurde. Wer bereit ist, sich mit Finanzen zu beschäftigen, kann fehlendes Wissen aufholen und Vermögen gezielt aufbauen.

Volatilität, Index, Dividende und Co.: Ob wir mit diesen Begriffen etwas anfangen können, hängt nicht nur von Schule, Studium oder Beruf ab, sondern auch stark vom Elternhaus. Das zeigt eine Umfrage, für die Raiffeisen schweizweit rund 1500 Personen befragt hat. «Soziale Faktoren bestimmen massgeblich, wer sich beim Investieren auskennt», sagt Mounia Berqaoui, Teamleiterin Privatkundenberatung bei der Raiffeisenbank Pilatus. Dazu zählt neben Geschlecht und Vermögen auch die Familie.

Die Umfrage zeigt: Das Finanzwissen der Befragten ist umso höher, je mehr Finanzwissen ihre Eltern haben. 42 Prozent gaben an, von ihren Eltern aktiv Finanzwissen vermittelt bekommen zu haben. Dieser Trend nimmt zu: Bei den über 65-Jährigenerinnern sich nur 22 Prozent an «Finanzlektionen » im Elternhaus, bei den 16- bis 30-Jährigen sind es 57 Prozent.

Wissen führt zu Handlung. «Wer besser informiert ist, legt sein Geld häufiger an der Börse an.», so Frau Berqaoui. 91 Prozent derjenigen mit überdurchschnittlichem Finanzwissen investieren. Auch hier zeigt sich Familientradition: Anlegerinnen und Anleger geben deutlich häufiger an, dass ihre Eltern ebenfalls Anlagen besassen oder besitzen.

 

Die Angst vor dem Unbekannten

Selbst zu investieren ist Voraussetzung für nachhaltigen Vermögensaufbau. Eigene Börsenerfahrungen prägen zudem Einstellungen ums Thema Investieren. 79 Prozent der Anlegerinnen und Anleger sind überzeugt, dass sich Anlegen auch mit kleinen Beträgen lohnt. Bei Nichtanlegerinnen und Nichtanlegern sind es 39 Prozent.

Wer investiert, fürchtet finanzielle Rückschläge weniger. Unter Anlegerinnen und Anlegern befürchten weniger als die Hälfte grosse Verluste in Krisen. Bei Nichtanlegenden sind es fast zwei Drittel. «Zurückhaltung hat oft mit der Angst vor dem Unbekannten zu tun», so Willimann.

 

Die Bedeutung von Eigeninitiative

Auf den ersten Blick ergibt sich ein zweigeteiltes Bild: Wer investiert, baut Vermögen auf und gibt Finanzkompetenzen weiter. Wer nicht anlegt, hat weder Geld noch Wissen, das er weitergeben könnte. Dadurch öffnet sich die Schere zwischen Arm und Reich weiter. Aber die Umfrage zeigt auch: Das Finanzwissen wächst über Generationen hinweg, unabhängig von familiärer Prägung.

Informationen sind heute leichter verfügbar, schulische Angebote breiter und Bankdienstleistungen digital zugänglicher. Finanzwissen kann man sich zunehmend selbst aneignen. Das tun die Befragten auch: Über drei Viertel sagen, sie hätten sich ihr Finanzwissen zumindest teilweise eigenständig beigebracht. Das zeigt die Bedeutung von Eigeninitiative. «Ein finanzaffines Elternhaus schafft einen Vorsprung», sagt Frau Berqaoui. «Den kann man aber aufholen, indem man aktiv wird, Wissenslücken schliesst und eigene Erfahrungen sammelt.»

 

Wir unterstützen Sie gerne dabei, den Einstieg ins Anlegen sicher und einfach zu machen.