News
Erfolgreich Geld anlegen: Diese psychologischen Fallstricke sollten Sie kennen
Erfolgreiche Anleger kennen und vermeiden diese fünf psychologischen Fallstricke
Viele von uns kennen das: Wächst der Betrag auf unserem Anlagekonto, freut uns das zwar, aber eben nicht so sehr, wie uns ein Verlust in vergleichbarer Höhe schmerzt. Bei Verlusten wird nicht selten sogleich die gesamte Strategie infrage gestellt. Manche wiederum trauen sich angesichts negativer News zum Börsengeschehen erst gar nicht, zu investieren. Solche übertriebenen Ängste sind völlig normal – denn wir sind selten so objektiv, wie wir es gerne wären.
Achtung, das Hirn trickst
Psychologische Fallstricke halten uns davon ab, erfolgreich anzulegen oder gar überhaupt zu investieren. Mit dem Resultat, dass das Ersparte auf dem Bankkonto liegen bleibt und aufgrund der Inflation nach und nach an Wert verliert. Dagegen kann bereits helfen, dass wir uns dieser Trugschlüsse bewusst werden. Wenn wir nämlich wissen, was unser rationales Denken austricksen kann, treffen wir klügere und sachlichere Entscheidungen. Deshalb sollten Sie diese fünf psychologischen Fallstricke kennen:
Der Bestätigungsfehler: Wir tendieren dazu, Informationen, die unsere eigene Meinung bestätigen, stärker zu beachten. Wer den Finanzmärkten ohnehin nicht traut, konzentriert sich also eher auf negative News und umgekehrt.
Der Rezenzeffekt: Wir gewichten aktuelle Nachrichten höher als langfristige Entwicklungen. Eine Informationsflut durch Medien – etwa zu Turbulenzen an den Börsen – kann frühere Ansichten verdrängen und dazu führen, dass wir die Risiken überschätzen.
Der Ankereffekt: Je nachdem, bei welchem Kurs wir einer Anlage das erste Mal Beachtung schenken, bewerten wir deren Entwicklung anders. War der Kurs in den letzten Tagen und Wochen sehr hoch, nehmen wir bereits bei einer geringen Reduktion die Anlage als preiswert wahr – auch wenn sie im langfristigen Vergleich noch immer stark überbewertet ist.
Die Verlustaversion: Wir neigen dazu, Verlusten grössere Bedeutung beizumessen als Gewinnen in vergleichbarer Höhe. Verlieren wir 1000 Franken, ärgern wir uns deutlich mehr als wir uns über einen Gewinn von 1000 Franken freuen würden. Das bewirkt, dass Anlagen bei einem Kursverlust zu schnell verkauft werden.
Das Herdenverhalten: Anleger meinen oft, andere Marktteilnehmer seien besser informiert und ahmen deren Entscheidungen nach. So entsteht ein Herdenverhalten, das starke, willkürliche Kursschwankungen bewirken kann.
Investieren ohne schlaflose Nächte
Wie diese psychologischen Fallstricke illustrieren, sind Emotionen bei finanziellen Entscheidungen ein schlechter Ratgeber. Denn der langfristige Trend an der Börse zeigt: Wer über Jahrzehnte hinweg rational anlegt, macht in der Regel Gewinn. Das heisst aber nicht, dass es die eine richtige Strategie für alle gibt. Vielmehr hängt diese von der persönlichen Situation und den Zielen ab. Es lohnt sich, die passende Anlagestrategie gemeinsam mit einer Anlageexpertin oder einem -experten zu erstellen. Neben dem Anlegerprofil, das zur eigenen Persönlichkeit passt, sowie zur finanziellen Ausgangslage, stützen sich professionelle Beratende auf Datenanalysen, Wahrscheinlichkeiten und Erfahrungswerte. So ist sichergestellt, dass das Vermögen personalisiert und nach rationalen Kriterien investiert wird für ein optimales Ergebnis.