Interviews & Erfahrungsberichte zum Thema Unternehmensnachfolge

10 Tipps für eine erfolgreiche Nachfolgeregelung

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Was muss bei der Planung der Nachfolgeregelung beachtet werden? Und wie kann ein Firmenübernehmer den Unternehmenskauf finanzieren? Wir geben Ihnen nachfolgend Tipps, wie Übernehmer einen Unternehmenskauf erfolgreich regeln können und welche Abklärungen es bei einer Nachfolge bedarf.

 

Die 4 wichtigsten Tipps zur Unternehmensnachfolge

Ein Nachfolgeprozess kann sehr komplex sein. Daher empfiehlt es sich, frühzeitig mit der Planung zu beginnen. Wir haben vier Tipps für Sie zusammengestellt, damit einer erfolgreichen Unternehmensnachfolge nichts im Weg steht.

Frühzeitig Nachfolgeberater hinzuziehen  Ziehen Sie frühzeitig Berater hinzu, die mit Nachfolgeregelungen vertraut sind. Von der ersten Kontaktaufnahme mit dem Verkäufer bis zur Vertragsunterzeichnung und Kaufpreisabwicklung dauert es in den meisten Fällen drei bis sechs Monate.
Wählen Sie eine Vertrauensperson Während der Nachfolgetransaktion ist die Zusammenarbeit mit dem Firmenkundenberater sehr intensiv. Wählen Sie jemanden, der Erfahrung hat und sich für Ihre Firma interessiert.
Ihrer Bank die richtigen Dokumente einreichen
Reichen Sie der Bank die richtigen Dokumente für die Kreditprüfung ein: Businessplan, Abschlüsse der letzten drei Jahre, interne betriebswirtschaftliche Zahlen, Finanzplanung über fünf Jahre. Zudem: Unternehmensbewertung, Kaufvertragsentwurf, Lebenslauf und Steuererklärung des Käufers.
Bank-Sicherheiten zur Nachfolgefinanzierung sicherstellen Sicherheiten, die bei Nachfolgefinanzierungen verlangt werden. Die Bank lässt sich die Aktien der operativen Gesellschaft und der Übernahmeholding verpfänden; je nach Konstellation erfolgt eine Verstärkung durch eine Todesfallrisiko-Police und/oder eine persönliche Solidarbürgschaft.

 

Die 6 wichtigsten Tipps zur Firmenübernahme

Der Schritt von der ersten Geschäftsidee bzw. der Kaufabsicht bis hin zur Gründung respektive zum Unternehmenskauf ist aufwendig und muss sorgfältig geplant werden. Mit unseren sechs Tipps legen Sie die Basis für eine erfolgreiche Firmenübernahme.

Genug Eigenmittel zur Verfügung stellen Klären Sie ab, ob Sie über genügend Eigenmittel verfügen. Die Faustregel besagt: Der Übernehmer muss mindestens 25 Prozent des Verkaufspreises an Eigenmitteln einbringen. Häufig wird ein Teil des Kaufpreises (z.B. 20 Prozent) als nachrangiges Verkäuferdarlehen zur Verstärkung der wirtschaftlichen Eigenmittel stehen gelassen.
Tragbarkeit der Finanzierung belegen Belegen Sie die Tragbarkeit der Finanzierung. Ob diese tragbar ist, beurteilt der Firmenkundenberater anhand Ihrer eingereichten Planung und der in der Vergangenheit erzielten Erträge. Die Kreditlaufzeit für Übernahmefinanzierungen beträgt in der Regel fünf bis maximal sieben Jahre.
Ist der zukünftige freie Cashflow stabil genug? Sagen Sie nur Ja zum Deal, wenn die Zukunftsbeurteilung der zu übernehmenden Firma positiv ausfällt. Zudem sollte kein aufgestauter Investitionsbedarf vorhanden sein, das heisst, es kann von möglichst stabilen zukünftigen freien Cashflows ausgegangen werden.

Was ist der freie Cashflow?
Der freie Cashflow ist der Betrag, der nach den notwendigen Investitionen flüssig ist, um Zinsen und Amortisationen von Fremdkapital und Ausschüttungen an die Eigenkapitalgeber zu bewerkstelligen.
Für eine geordnete Geschäftsübergabe sorgen Sorgen Sie für eine geordnete Geschäftsübergabe, denn nach dem Kauf fängt die Arbeit erst richtig an! Im Idealfall können Sie den Verkäufer dazu bewegen, noch drei Monate im Unternehmen tätig zu sein, um Sie bei Kunden und Lieferanten vorzustellen und in die Prozesse einzuführen.
Reporting bei Firmenübernahme sicherstellen Vergessen Sie nicht das Reporting! Bei Übernahmen verlangt die Bank meist ein engeres Reporting, sprich man berichtet viertel- oder halbjährlich über den Geschäftsverlauf. Der Kontakt zwischen der Bank und den Übernehmern ist auch nach der Übernahme sehr eng.
Wachstum der Firma realistisch einplanen Kalkulieren Sie das Wachstum der übernommenen Firma realistisch ein. Denn: Die erzielten freien Cashflows werden vor allem für die Amortisation der Übernahmefinanzierung verwendet, sprich es sind deutlich weniger Mittel für Investitionen und Innovationen vorhanden. Trotzdem gibt es immer Wachstumsmöglichkeiten: Bei der Stewi AG zum Beispiel ist es die Auslandexpansion sowie der Ausbau der Kundenbasis in der Schweiz.