Harmonisierung Zahlungsverkehr

Was ist ISO 20022 und was bedeutet das für mich als Unternehmen?

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ISO 20022 ist weder ein neues Sportlergetränk noch eine revolutionäre Methode, nach der moderne Häuser mit optimal wärmegedämmten Fassaden gebaut werden. Doch um was geht es bei der Migration auf ISO 20022 genau und warum wurde der Zahlungsverkehr umgestellt? Wir haben die wichtigsten Fragen rund um den neuen Standard im Schweizer Zahlungsverkehr für Sie zusammengefasst!

Zahlungsauftrag

pain Meldungen

Die «pain»-Meldungen haben das bisherige DTA-Format im Rahmen der Harmonisierung des Zahlungsverkehrs abgelöst. Zu jedem eingelieferten Zahlungsauftrag «pain.001» wird eine standardisierte Statusmeldung «pain.002» geliefert. Sie erhalten damit Informationen über den Status der übermittelten Aufträge sowie Details zu Fehlern oder Korrekturen.

Elektronische Anzeigen/Auszüge

camt-Meldungen

Mit der Harmonisierung des Zahlungsverkehrs wurden auch die elektronischen Anzeigen und Auszüge auf den ISO20022-Standard gebracht. Dies sind «camt.052» (Intraday Kontoauszug); «camt.053» (End of Day Kontoauszug), «camt.054» (Gutschrift- und Belastungsanzeigen). Bei optimaler Nutzung und Anpassung der Infrastruktur auf ISO 20022 können so die gesamten Vorteile von ISO 20022 ausgeschöpft werden.

Kontonummer / IBAN

Kontonummer

Falsche oder unvollständige Kontonummern sind der Hauptgrund für Abklärungen oder gar Rückweisungen von Zahlungen. Die IBAN (International Bank Account Number) dient der einfachen Identifikation der Konto und Bankverbindung des Zahlungsempfängers. Eine Prüfziffer verhindert die Erfassung falscher oder unvollständiger Kontonummern.

Weltweit haben bereits 70 Länder ihre IBAN Struktur festgelegt. In Europa ist die IBAN bei Zahlungen in Euro  in den SEPA-Raum (SEPA-Zahlungen) bereits heute Pflicht. Seit vielen Jahren unterstützen die Schweizer Finanzinstitute die IBAN auch im nationalen Zahlungsverkehr. Sie haben sich verpflichtet, die proprietären Kontonummern im nationalen Zahlungsverkehr spätestens bis 2020 durch die IBAN vollständig abzulösen. Daher empfiehlt es sich die Stammdaten in den Zahlungs- und Buchhaltungssystemen bereits jetzt auf IBAN umzustellen.

 

QR-Rechnung

QR Rechnung

Die roten und orangen Einzahlungsscheine werden abgelöst durch einen Beleg mit digital lesbaren QR-Code, der alle Daten für die Zahlung beinhaltet. Die neue Lösung heisst QR-Rechnung und vereinfacht für Unternehmen und Konsumenten die Handhabung von Rechnungen und Zahlungen. Unternehmen können die QR-Rechnung selber drucken und der Rechnungsempfänger kann seine Zahlungen mit wenigen Klicks über ein Smartphone oder andere Lesegeräte auslösen. Alle für die Zahlung notwendigen Informationen sind auch ohne technische Hilfsmittel lesbar. Zahlungen am Postschalter oder auf dem Postweg sind nach wie vor möglich und die Daten können auch weiterhin im E-Banking manuell eingegeben werden.

E-Rechnung

E-Rechnung

Immer mehr Rechnungssteller erkennen die Vorteile der E-Rechnung. Sei es die sichere papierlose Übermittlung an den Rechnungsempfänger, wie auch die Zahlungsauslösung mit ein paar wenigen Klicks. Um die Vorteile noch besser nutzen zu können wird die E-Rechnung Infrastruktur zurzeit verbessert und optimiert.

Lastschriftverfahren

Lastschriftverfahren

Mit dem Lastschriftverfahren können Sie den Zahlungseingang für periodische Rechnungsstellungen terminieren und Ihre Liquiditätsplanung verbessern. Im Zuge der Harmonisierung des Zahlungsverkehrs beabsichtigt der Finanzplatz Schweiz die Funktionalitäten der unterschiedlichen Lastschriftverfahren der Banken und PostFinance in eine Marktlösung abzubilden. So können Unternehmen noch mehr von einfachen und automatisierten Prozessen profitieren.

SEPA-Zahlung

SEPA-Zahlung

Mit der Einführung von SEPA in Europa hat sich ein für die Schweiz wichtiger Zahlungsverkehrsraum dem weltweiten Standard für Zahlungen (ISO 20022) angeschlossen. Zur Sicherstellung der Interoperabilität im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr hat der Schweizer Finanzplatz seinerseits ebenfalls auf ISO 20022 umgestellt.