Unternehmen und ihre Erfolgsgeschichten

Warum sich neu erfinden?

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Wie erfinden sich arrivierte KMU-Inhaber immer wieder neu? Woher kommt ihre Inspiration und was hätten sie gerne selber erfunden? Vier Unternehmer beantworten diese und andere Fragen am Rande des KMU Event «Business x Sport x Innovation» vom 2. Februar in Freiburg.

Fragen

  1. Wie viel Tradition braucht es, um innovativ zu sein und zu bleiben?
  2. Wie merken Sie, dass eine Idee spruchreif ist?
  3. Welche Chance haben Sie in Ihrer beruflichen Karriere verpasst?
  4. Ein Blick in die Zukunft. Wo steht Ihr Unternehmen in zehn Jahren?
  5. Ganz allgemein: Was ist Ihre persönliche Inspiration?
  6. Welche drei Sachen hätten Sie gerne erfunden?

 

Philippe Jemelin, Managing Partner dashcom

Philippe Jemelin, Managing Partner dashcom
Philippe Jemelin, Managing Partner dashcom

dashcom sammelt Daten und entwickelt daraus innovative Hard- und Softwarelösungen, um dem User gezielte Informationen und Dienstleistungen anzubieten.

  1. Ich fühle mich der Tradition nicht sehr verpflichtet – im Gegenteil: Ich «zerschlage» sehr gerne bewährte Muster, Abläufe oder Ideen und setze sie neu zusammen. So entstehen überraschende Konzepte.
  2. Wenn meine Ideen beim Gegenüber einen «Wow-Effekt» auslösen, weiss ich, dass ich richtig liege. Begeisternde Ideen sind mehr als ein Geistesblitz: Sie setzen Recherche, ein Gespür für den Markt und Offenheit voraus.
  3. Ich hätte früher den Mut haben sollen, ein Startup zu gründen. Die Aufbruchsstimmung in einem Startup ist unglaublich beflügelnd.
  4. Auf dem neuesten Stand der Technologie.
  5. Der Alltag. Ein Beispiel? Unlängst stand ich an einem Essstand in der Schlange und überlegte mir, wie man diese Warterei pragmatisch abkürzen könnte. Bis ich an der Reihe war, hatte ich eine Lösung entwickelt.
  6. Ein digitaler Assistent wie «Alexa», die Vinyl-Schaltplatte und das Smartphone.
     

 

Nathalie Sahli, Leiterin Vertrieb Raiffeisen Freiburg Ost

Nathalie Sahli, Leiterin Vertrieb Raiffeisen Freiburg Ost
Nathalie Sahli, Leiterin Vertrieb Raiffeisen Freiburg Ost

Die Raiffeisenbank Freiburg Ost zählt 61 Mitarbeiter und betreut 500 KMU in der Region.

  1. Tradition schafft Identität. Wer in der heutigen Zeit mithalten will, muss sich mit den gesellschaftlichen Entwicklungen auseinandersetzen und innovativ bleiben, ohne dabei die eigene Identität zu verlieren.
  2. Wenn ich selber von einer Idee überzeugt bin! Als mir der Einfall kam, die Erfassung des Fondsparplans zu vereinfachen, indem wir den Kundenberatern ein ganz einfaches Erfassungsblatt erstellt haben, spürte ich gleich: Das funktioniert!
  3. Ich würde alles wieder genauso machen wie bisher. Ich hatte immer Glück und war oft zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Mein gesunder Ehrgeiz hat mir geholfen, meine Ziele zu erreichen und meine Chancen zu packen.
  4. Die Nähe zu unserem Kunden soll ein wichtiger Vorteil bleiben – deshalb setzen wir heute schon auf einen Mix an langjährigen Mitarbeitern und jungen innovativen Köpfen, persönliche Betreuung und digitale Vertriebskanäle.
  5. Reisen, fremde Kulturen, gute Gespräche … mich inspiriert vieles.
  6. Das iPad, der Lippenstift und Wärmepads für die Hände.
     

 

Thomas Rauber, Inhaber und Geschäftsführer TR Invest AG

Thomas Rauber, Inhaber und Geschäftsführer TR Invest AG
Thomas Rauber, Inhaber und Geschäftsführer TR Invest AG

Die TR Invest berät und finanziert verschiedene KMU und Startups in Freiburg.

  1. Tradition ist der Hintergrund, auf dem man neue Dinge ausprobieren kann. Innovation ist ein Prozess. Der grosse Wurf muss nicht immer das Ziel sein: Innovation im Kleinen kann einen riesigen Marktvorteil darstellen.
  2. Ich achte auf zwei Dinge: Wie weit lotst ein Projekt die Grenzen der Möglichkeiten aus und wie begeistert ist der Urheber von seiner Idee. Technik alleine garantiert keine nachhaltige Innovation, Herzblut hingegen schon.
  3. In jungen Jahren habe ich ein Angebot ausgeschlagen, in Südamerika zu arbeiten. Heute frage ich mich manchmal, was wäre wenn …
  4. Planung ist zwar wichtig, aber nicht alles. Ich finde es wichtiger, dass ich neugierig bleibe. Spannende Projekte wird es immer geben.
  5. Sprachen! Mit verschiedenen Menschen in verschiedenen Sprachen zu kommunizieren finde ich äusserst inspirierend. Ein mehrsprachiger Arbeitsalltag ermöglicht es mir, immer wieder neue Kulturen und frische Ideen zu entdecken.
  6. Die Zeitmaschine, eine Fotokamera, die Emotionen festhalten kann, und ein Dessert, das nicht auf die Linie schlägt.
     

 

Markus Schaller, Vorsitzender der Raiffeisenbank Freiburg Ost

Markus Schaller, Vorsitzender der Raiffeisenbank Freiburg Ost
Markus Schaller, Vorsitzender der Raiffeisenbank Freiburg Ost

Die Raiffeisenbank Freiburg Ost zählt 61 Mitarbeiter und betreut 500 KMU in der Region.

  1. Wer vorwärts kommen will, muss wissen, woher er kommt. Die Erfahrung zeigt, dass langfristig erfolgreiche Menschen ihre Wurzeln pflegen. So laufen sie auch weniger Gefahr abzuheben.
  2. Ideen sind ein Mysterium. Plötzlich sind sie da. Aber nicht aus Zufall und selten als Resultat eines langen Brütens. Ich bespreche meine Ideen meistens mit der Bankleitung oder mit Kollegen.
  3. Keine.
  4. Wir sind nahe an unseren Kunden. Das wollen wir in Zukunft bleiben, auch aus der Überzeugung heraus, dass die regionale Verankerung von Raiffeisen und die persönliche Beziehung zu unseren Kunden nachhaltige Beziehungen fördern. So werden wir weiterhin erfolgreich unterwegs sein.
  5. Die Natur. Ich brauche den freien Himmel, um den Kopf zu lüften. Leider komme ich viel zu selten dazu.
  6. Die Glühbirne, eine Pille, die uns Gesundheit garantiert, und die Fähigkeit alle Sprachen zu verstehen und zu sprechen.