Unternehmen und ihre Erfolgsgeschichten

Frauen mit mehr Biss im Schreinerberuf

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Die Eckbank bei den Grosseltern, der Stuhl im Esszimmer zuhause, das Bücherregal im Kinderzimmer: all diese Dinge wurden von Schreinern angefertigt – oder von einer Schreinerin wie Natalie Tanner. Die 17-Jährige lässt sich in der Türmlihuus AG in Flawil in einer vierjährigen Lehre zur Schreinerin EFZ ausbilden.

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  • Natalie Tanner bei der Arbeit.
    Schreinerlehrtochter Natalie Tanner bei der Arbeit.
  • Natalie Tanner misst Holz ab.
    Natalie Tanner ist überzeugt davon, dass Frauen auch künftig in handwerklichen Berufen ihren Mann stellen werden.
  • Natalie Tanner bei der Arbeit.
    Der Frauenanteil im Schreinerberuf liegt bei 13 bis 14 Prozent.
  • Natalie Tanner misst das Holz.
    Holz ist der wichtigste Werkstoff.
  • Natalie Tanner bei der Arbeit.
    Der Arbeitsalltag einer Schreinerin ist extrem vielseitig.
  • Natalie Tanner prüft Material anhand Checkliste.
    Natalie erstellt ein Möbel für eine Ausstellung.
  • Natalie Tanner in der Werkstatt.
    Natalie arbeitet mit den unterschiedlichsten Materialien.
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    Natalie Tanner in einem typischen Männerberuf, ein Einzelfall? Mitnichten. In der Zwischenzeit liegt der Frauenanteil im Schreinerberuf – gemäss Angaben des Verbandes Schweizerischer Schreinermeister und Möbelfabrikanten (VSSM) – bei stabilen 13 bis 14 Prozent. Deshalb ist Natalie Tanner überzeugt davon, dass Frauen auch künftig in handwerklichen Berufen ihren Mann stellen werden.

    Denn der Arbeitsalltag einer Schreinerin ist extrem vielseitig und abwechslungsreich. Fast kein Tag gleicht dem anderen, der Handwerker hat es mit den unterschiedlichsten Materialien und Menschen zu tun. Holz ist der wichtigste Werkstoff, woraus Fenster, Türen, Tische, Schränke und vieles mehr entstehen.
     

    9 Gründe, weshalb Frauen den Schreinerberuf erlernen

    1. Die Schreinerlehre eignet sich für Frauen genauso wie für Männer. Veraltete Vorurteile (schwere Lasten heben können) sind dank dem Einsatz moderner Hilfsmittel nicht mehr aktuell.
    2. Frauen zeigen im Schreinerberuf oft viel mehr Biss und Ehrgeiz. Sie wissen genau, was sie wollen und kommen dank ihrer Freundlichkeit und Kompetenz bei Kunden hervorragend an.
    3. Schreinerinnen tragen gepflegte, lässige und vor allem bequeme Arbeitskleidung und Schuhe; das zeitraubende Schminken am Morgen fällt dahin.
    4. Frauen bringen oft ein sehr gutes Verständnis für Formen, Proportionen und Farben mit. Entsprechend vielversprechend sind die Karrieremöglichkeiten in diesen Gebieten.
    5. Frauen verfügen über sehr gute Karrierechancen, beispielsweise in den Bereichen Innenarchitektur, Marketing, Produktmanagement, Technik und Engineering.
    6. Schreinerinnen dürfen am Abend stolz auf ihr «Tagwerk» blicken. Es bereitet grosse Genugtuung, wenn nach einem Arbeitstag das eigene Werk, Möbel oder Innenausbau vor einem steht.
    7. Innerhalb einer Schreinerei gibt es unterschiedliche Abteilungen (Maschinenraum, Zusammenbau, Oberflächenbehandlung & Finish, Montage). Eine Schreinerin kann sich nach der Lehre gut in einem Gebiet spezialisieren.
    8. Schreinerinnen sind echte «Teamworker», sie arbeiten immer zusammen und pflegen den Kontakt zu Kunden, Lieferanten und anderen Handwerkern.
    9. Der Schreinerberuf hat den Vorteil, dass im Normalfall die Wochenenden frei sind und die Arbeitszeiten geregelt sind.