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Minimalismus als Lebenseinstellung

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Minimalismus ist eine Lebenseinstellung. Für den Aufräumcoach Selim Tolga ist Minimalismus die Reduktion auf das Notwendigste. Das Befreien von Überflüssigem findet auch in der Arbeitswelt immer mehr Gefallen.

 

Selim Tolga, Aufräumcoach

Selim Tolga auf dem Balkon
Selim Tolga, Aufräumcoach

Selim Tolga, 39, hat sein Unternehmen (minimalismus.ch) 2010 gegründet. Seither berät er unzählige Firmen beim Aufräumen und Ordnen. Der Zürcher lebt als Minimalist mit aktuell 430 Gegenständen.

 

Material Detox für mehr Freizeit

Verstaubte Bücher, alte Magazine oder Geburtsanzeigen vom letzten Jahr sucht man bei Selim Tolga vergeblich. Ganz im Sinne von «Material Detox»: Was keinem Zweck mehr dient, muss weg! Weniger Gegenstände bedeutet weniger aufräumen und putzen. Das schafft mehr Freizeit. «Zeit, die ich gerne in der Natur oder mit Freunden nutze», so Selim Tolga. Der 39-jährige Minimalist liebte es bereits als Kind, Ordnung ins Chaos zu bringen. So hat er zum Beispiel die Stifte in seinem Etui schön organisiert und anstatt mit den Legosteinen Häuser zu bauen, hat er diese lieber nach seinem eigenen System angeordnet.

Heute ist Selim Tolga der einzige Minimalismus-Profi der Schweiz und einer von landesweit rund 20 Aufräumexperten. Er unterstützt seine Kunden dabei, mehr Ordnung in ihr Leben zu bringen und auf überflüssigen Schnickschnack zu verzichten.

 

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  • Büromaterial auf ein Minimum begrenzt
    Material Detox liegt im Trend: Überflüssiges wird entsorgt
  • Selim Tolga, sitzend am Esstisch
    Selim Tolga im minimalistisch gehaltenen Esszimmer
  • Aufgeräumter Arbeitstisch
    Auch in der Arbeitswelt findet Minimalismus immer mehr Gefallen
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    Minimalismus in der Arbeitswelt

    Minimalismus liegt im Trend. In Zeiten, in denen die Gesellschaft von «Black Friday» und TV-Serien wie «Shopping Queen» geprägt werden, entscheiden sich immer mehr Leute für eine minimalistische Lebensweise. Vermehrt betreut Selim Tolga auch Unternehmerinnen und Unternehmer. Er hilft ihnen, die unproduktiven Zeiten zu reduzieren, damit sie diese für andere Projekte einsetzen können und ihre Produktivität steigern können.

    Tipps für erste kleine Schritte 
    Kleider
    Das gibt Platz im Schrank: Befreien Sie sich von Kleidung, die Sie seit einem Jahr nicht mehr tragen. Unterstützen Sie dabei die Kleidersammlung, dann sorgen Sie auch noch für eine ökologische und soziale Nachhaltigkeit der Textilien.
    Streaming
    Haben Sie noch alte, verstaubte CDs und DVDs herumliegen? Weg damit! Nutzen Sie Streaming-Dienste wie Spotify oder Netflix und schauen und hören Sie nur noch, was Sie gerade mögen. Schaffen Sie zudem Platz in Ihrer Bibliothek, indem Sie elektronische Bücher auf Ihrem Tablet lesen.
    E-Rechnungen
    Werden Sie papierlos! Mit E-Rechnungen vereinfachen Sie nicht nur das Bezahlen, sondern Sie reduzieren auch Ihren Einzahlungsaufwand.
    Sammelfieber   Haben Sie eine Schwäche fürs Sammeln? Dann beherzigen Sie die «Best of 5»-Regel: Wählen Sie aus Ihrer Sammlung die fünf Lieblingsstücke und entsorgen Sie den Rest.