Gelebte Nachhaltigkeit in Schweizer KMU

ClimateLaunchpad National Final 2018: Die Gewinner stehen fest!

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Hier sind sie, die Gewinner des diesjährigen ClimateLaunchpad Swiss Final in Basel vom 31. August 2018: FenX (1. Platz), Bloom (2. Platz) und Green Data von Swiss Vault Systems (3. Platz). Herzlichen Glückwunsch und wir können es kaum erwarten, die Jungunternehmer im November beim Grand Final in Edinburgh zu sehen!

Gewinner des ClimateLaunchpad Swiss Final

Gewinner des ClimateLaunchpad Swiss Final (Bilder: Raphaël Leibundgut, rlug.ch)

Aus zwölf Startups konnten sich die drei besten Schweizer Teams für das diesjährige Grand Finale in Edinburg, Schottland qualifizieren. Das Niveau der Pitches (und der Geschäftsideen) war sehr hoch und das Spektrum an grünen Ideen enorm breit. Die diesjährige Jury bestand aus Lead Björn Thoma (Innovation Basel), Adriano Bürgi (Climate-KIC), Claus-Heinrich Daub (FHNW), Dimitrios Terzis (MeduSoil, Winner CLP Switzerland 2017), Erol Bilecen (Raiffeisen Schweiz) , Kim Berrendorf (KimiB.Good), Matthieu van Haperen (Ecrowd Invest) und Stefanie Fehr (UBS Optimus Foundation).
 

 

 

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    Swiss Final in Basel (Bilder: Raphaël Leibundgut, rlug.ch)
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    ClimateLaunchpad 2018: Inspirierendes Boot Camp in Basel

    Beim ClimateLaunchpad werden grüne Geschäftsideen aus den Bereichen Energie, Wasser, Abfall, Transport, Verhaltensveränderung und urbaner Entwicklung gesucht und prämiert. 2018 wird der Ideenwettbewerb in 45 Ländern durchgeführt. Die Startup Academy organisiert ihn zum vierten Mal auch in der Schweiz: 14 Startups aus der ganzen Schweiz haben sich im Unternehmer Bootcamp intensiv auf das «Swiss Final» am 31. August vorbereitet und hofften sich für das internationale Finale in Edinburgh zu qualifizieren.

     

    Bootcamp als Trainingslager für Startups

    «Warum gründet ihr ein Startup? Warum sucht ihr keinen normalen Job?» Gelächter im Raum. Das Eis ist gebrochen, das ClimateLaunchpad Boot Camp in Basel schwungvoll lanciert.

    Das letztmals im Frühling 2018 über die Bühne gegangene Basler Boot Camp ist der offizielle Kickoff-Event für ClimateLaunchpad, den weltweit grössten Green Business Ideenwettbewerb. Zum vierten Mal in Folge wird dieser Wettbewerb unter Leitung der Startup Academy auch in der Schweiz durchgeführt. 14 Startups aus dem ganzen Land, die sich dazu angemeldet haben, wurden zum Bootcamp eingeladen und auf Herz und Nieren geprüft. Sie werden am 31. August 2018 zum offiziellen «Swiss Final» antreten und dort erfahren, wer sich für die internationale Finalveranstaltung Anfang November im schottischen Edinburgh qualifiziert. Als Wirtschaftspartnerin für die diesjährige Schweizer Ausschreibung des ClimateLaunchpad konnte Raiffeisen Schweiz gewonnen werden.

    Das Boot Camp ist eine Art Trainingslager. Im zweitägigen Intensiv-Crashkurs zum Thema Unternehmensgründung standen Fragen wie «Welches sind deine Ziele, welchen Traum verfolgst du?», «Was verkaufst du und wer sind deine Kunden?», «Kennst du deine Marktnische?» oder «Hast du deine Kosten im Griff?» im Fokus. Wer erfolgreich ein eigenes Geschäft aufbauen und nachhaltig betreiben will, muss solche und ähnlich gelagerte Fragen präzise beantworten und bei Bedarf sofort nachbessern können.  

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      Träume formulieren, Geschäftsideen erklären

      Bei der Organisation Climate-KIC, Initiantin des internationalen Wettbewerbs, ist man von dessen Wirkung überzeugt. «ClimateLaunchpad ist genau der richtige Prüfstein für weltweite Unternehmen, die mit einem klimarelevanten Startup erfolgreich sein wollen», sagt Adriano Bürgi, Climate-KIC Accelerator Manager Switzerland.

      Man erfährt dort beispielswese, dass die Bandbreite der möglichen Unternehmerträume riesig ist. Wichtig ist, dass man seinen persönlichen Traum genau kennt und formulieren kann. Wer ein Startup gründet, begibt sich auf einen langen, steinigen Weg. Rückschläge, Absagen, Schwierigkeiten säumen diesen ebenso wie Hoffnung, Optimismus, manchmal Euphorie. Und wenn es mal schwierig ist, man immer und immer wieder gegen die Wand fährt, ist es wichtig, dass man sich auf seinen Traum besinnt und daraus neue Motivation schöpft. «The Founder’s Dream» heisst entsprechend das erste Modul des Basler Boot Camps, bei dem die Teilnehmenden an der Ausformulierung ihres Traumes arbeiten.  

      Ebenso wichtig ist es, dass man seine eigene Geschäftsidee erklären kann. Und zwar nicht in einem stundenlangen Gespräch, sondern in wenigen oder sogar einem einzigen Satz. Was verkaufe ich eigentlich genau und wer sind meine Kunden? Damit befasst sich das zweite Modul «The Deal».

      Insgesamt umfasst das Boot Camp acht Module. Nach einem kurzen Themeninput des Trainers treten stets die Teilnehmenden in Aktion. In kleineren Teams formiert diskutieren und beantworten sie Fragen, die im jeweiligen Modul zentral sind. Dies stets auf ihre eigene Geschäftsidee bezogen. Die Regeln für das gesamte Boot Camp sind dabei denkbar einfach: «Macht Fehler, stellt auch einfach mal eine wilde Vermutung an, platziert Eure Fragen und habt dabei Spass!»

       

      Wertvolle Feedbacks und Nachbesserungen bis zum «Swiss Final»

      Zu jedem Modul wird von den Startups eine Folie erarbeitet. Daraus entsteht Schritt für Schritt ein «Pitch-Deck», das später für das nationale und internationale Wettbewerbsfinale die Grundlage der Jurybewertung bildet. Das «Pitch-Deck» beinhaltet alle Elemente, die für ein Geschäftsszenario wichtig sind. Und es sorgt für Ordnung und Struktur: Bei weit über 1000 Startups, die dieses Jahr am Grand Final in Edinburgh dabei sein werden, ist es entscheidend, dass die Präsentationen nach einem einheitlichen Muster vorgetragen werden. 

      Während der Rahmen bei allen Kandidaten also einigermassen identisch ist, zeichnen sich die grünen Geschäftsideen durch eine enorme Vielfalt aus. Das Startup youtrition beispielsweise möchte die Nährstoffe aus menschlichem Urin in Pflanzendünger umwandeln. MyCarbonPal entwickelt ein Tool, mit dem jeder Nutzer seinen persönlichen ökologischen Fussabdruck verbessern kann. CHANGE wiederum möchte mithilfe eines kostengünstigen, effizienten Wasserelektrolyseurs die Erzeugung von Wasserstoff als Brennstoff ermöglichen.

      Deutlich wird das breite Spektrum an Ideen speziell im letzten Teil des Boot Camps. Alle Jungunternehmer präsentieren dann ihre Idee zur Verbesserung des Klimaschutzes mithilfe des erarbeiteten «Pitch-Decks». Fünf Minuten Präsentation und fünf Minuten Feedbackrunde, in der jeder Kandidat von den beiden Trainern und den anderen Startups Tipps und Vorschläge zur Verbesserung erhält. Das Feedback soll konstruktiv sein und allen Teilnehmenden helfen, ihren Auftritt und ihre Präsentationen bis zum nationalen Finale am 31. August 2018 zu optimieren.

       

      «Boost» für das eigene Unternehmen

      Es bleibt also noch einiges zu tun. Die Erfahrungen aus dem Boot Camp werden von den Teilnehmenden sehr geschätzt. «Das ClimateLaunchpad Boot Camp hat uns enorm geholfen und dazu inspiriert, unser Wertversprechen zu überdenken und klarer zu kommunizieren. Die Kameradschaft und das Netzwerk, das wir mit den anderen Teams aufbauen konnten, sind unbezahlbar. Wir freuen uns nun auf die Folgemodule, um noch tiefer in die Ideen einzutauchen, die wir während den zwei Boot-Camp-Tagen entwickelt haben», sagt etwa Bhupinder Bhullar, Gründer und CEO des Basler Startups Swiss Vault-Systems.

       

      Welche Startups haben teilgenommen?

      Diese 14 Jungunternehmen haben in diesem Jahr am ClimateLaunchpad Boot Camp in Basel teilgenommen. 12 von ihnen haben am Nationalen Finale Ende August 2018 in Basel teilgenommen.