Anlagewissen einfach erklärt

Sparen und Anlegen Hand in Hand

Ende Oktober jährt sich der «Weltspartag». Die Idee für diesen Tag geht auf die 20er Jahre des letzten Jahrhunderts zurück und ist der Förderung des Spargedankens gewidmet. Sparen hat sich in den letzten 100 Jahren stark verändert, wobei insbesondere die tiefen Zinsen der letzten Jahre das Sparen in unseren Breitengraden massiv beeinflusst hat. Lohnt sich Sparen heute überhaupt noch? Und was gilt es heute beim Sparen zu beachten?

Der Grundgedanken des Sparens, mit dem stetigen «zur Seite legen» von Geld ein Vermögen aufzubauen, ist heute genauso wichtig wie in der Vergangenheit. Sparen bedeutet die Verschiebung des Konsums in die Zukunft und damit Sicherheit. Sicherheit für unsichere Zeiten oder unvorhergesehene Ereignisse.

Sparen ist dabei geradezu eine Tugend von Herr und Frau Schweizer. Im Durchschnitt spart ein Schweizer Haushalt jedes Jahr 18'612 Franken, wie aus aktuellen Zahlen des Bundesamts für Statistik hervorgeht. Die Renditeerwartung des Sparens ist jedoch in den letzten Jahren stark gesunken. Das Tief- resp. Negativzinsumfeld in der Schweiz führt dazu, dass die Banken die angesparten Vermögen nicht mehr verzinsen (können). Und obwohl die Zinsen sehr niedrig sind, lassen viele Schweizer ihr Geld weiterhin auf ihrem Sparkonto liegen.

Lohnt sich Sparen überhaupt noch?

Die Funktion der Sicherheit behält das angesparte Vermögen, doch als Sparer erhalte ich heute keinen Ertrag mehr auf dem Ersparten. Viele Sparerinnen und Sparer trösten sich mit dem Gedanken, dass ihr Geld auf dem Konto wenigstens nicht weniger wird. Diese Sicherheit könnte sich im aktuellen Tiefzins-Umfeld als Trugschluss erweisen, wie ein Blick in die Vergangenheit beweist: Ein Café Crème kostete 2004 in der Deutschschweiz durchschnittlich 3.54 Franken. Heute kostet die Tasse durchschnittlich 4.25 Franken. Dies entspricht einem Anstieg von gut 20 Prozent. Was bedeutet das übertragen auf ein Sparguthaben auf einem Bankkonto? Ohne nennenswerte Zinserträge bleibt das Geld zwar erhalten – es lässt sich damit jedoch Jahr für Jahr weniger kaufen.

Heute bedeutet erfolgreich Sparen auch Anlegen. Dabei gilt es einen Teil des Vermögens auf dem Sparkonto zu deponieren um sich für unvorhergesehene Ereignisse abzusichern. Gelder, die Sie jedoch in absehbarer Zeit nicht benötigen, können auf Ihre persönlichen Bedürfnisse abgestimmt angelegt werden, damit Sie optimal von den Renditechancen einer Geldanlage profitieren. 

Ein einfaches Beispiel zeigt, dass sich Sparer durchaus Gedanken machen sollten, Geld beispielsweise in Anlagefonds oder Aktien zu investieren:

Indexierte Wertentwicklung verschiedener Anlageprodukte im Vergleich zum Sparkonto

Indexierte Wertentwicklung verschiedener Anlageprodukte verglichen mit dem SMI

Quelle: Bloomberg, Raiffeisen Schweiz

So haben Sie auch im aktuellen Zinsumfeld die Möglichkeit eine Rendite zu erwirtschaften und schützen Ihr Erspartes vor der Entwertung des Geldes. Ihr Berater hilft Ihnen gerne Ihre Situation anzuschauen und gemeinsam zu definieren, wie eine sinnvolle Aufteilung zwischen Sparen und Anlegen aussehen könnte.