Wann wurde dir erstmals bewusst, dass es ein Leben nach dem Spitzensport geben wird?
Marco Gämperle: Während meiner Skikarriere hatte ich nie den Gedanken, dass es irgendwann ein Leben nach dem Spitzensport geben könnte. Als ich mich im April 2018 jedoch zwei Operationen unterziehen musste, begann ich erstmals intensiv über einen neuen Lebensabschnitt nachzudenken. Bereits zwei Tage nach der ersten Operation wurde mir klar, dass ich einen neuen Weg einschlagen möchte. Dieser Entscheid fiel zwar schnell, war emotional jedoch alles andere als einfach.
Wie bist du nach deiner Skikarriere zu Raiffeisen gekommen?
M. G.: Ich habe nach meiner Sportkarriere ein berufsbegleitendes Studium absolviert währenddessen ich auf das Athletes Network gestossen bin. Durch sie konnte ich bei der Raiffeisenbank rechter Zürichsee als Privatkundenberater einsteigen. Später erhielt ich die Möglichkeit, mich innerhalb von Raiffeisen weiterzuentwickeln. Heute bin ich bei der Raiffeisenbank Zürich als Firmenkundenberater tätig.
Welche Fähigkeiten aus dem Leistungssport waren besonders wertvoll beim Einstieg ins Berufsleben?
M. G.: Der Leistungssport hat mich gelehrt, zielorientiert und diszipliniert zu arbeiten. Es war immer mein Ziel, das Optimum aus mir herauszuholen egal wie schwierig die Situation auch war. Diese Mentalität hat mir nicht nur auf der Skipiste, sondern auch in meiner aktuellen beruflichen Position enorm geholfen.
Im Sport lernt man schnell, dass Fehler passieren und dass es darauf ankommt, wie man damit umgeht. Diese Lektion hat mir geholfen, in meiner neuen Position ruhig und fokussiert zu bleiben.
Ein weiterer bedeutender Vorteil ist meine Kommunikationsfähigkeit. Durch meine offene Art und die vielen Begegnungen im Leistungssport konnte ich diese Kompetenz kontinuierlich ausbauen. Das kommt mir nun enorm zugute, um effektiv mit meinen Kolleginnen und Kollegen sowie Kundinnen und Kunden zu kommunizieren.