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3 Vorurteile über das Anlegen

Über das Anlegen kursieren viele Vorurteile. Manche denken, Aktien sind vermögenden Menschen vorbehalten, andere halten Anlegen für ein Glücksspiel. Diese Klischees entsprechen jedoch nicht der Realität. Drei gängige Anlagemythen und warum sie falsch sind.

15.09.2026

Vorurteil 1

Die Börse ist ein Casino

Anlegen wird häufig mit Risiko, Glück und Spekulation assoziiert. Manche stellen sich die Börse gar wie ein Casino vor – sprich: Als sicheren Weg, Geld zu verlieren. Die Gewinnchancen beim Glücksspiel sind rational und mathematisch gesehen relativ gering. Viele glauben, an der Börse sei dies ähnlich.

Die Börse bietet grössere Erfolgschancen

Tatsächlich haben die Börse und das Casino jedoch kaum Gemeinsamkeiten. Im Gegensatz zum Casino gibt es an den Finanzmärkten keine Spielbank, die Geld verdienen muss. Wer in Unternehmen investiert, beteiligt sich am wirtschaftlichen Erfolg dieser Firmen. Während beim Roulette nur eine Zahl gewinnen kann, profitieren an der Börse viele Unternehmen gleichzeitig von einer langfristig wachsenden Wirtschaft. Dementsprechend entwickeln sich auch viele Unternehmen weiter und gewinnen an Wert, was deren Aktienkurse positiv beeinflusst. Die folgende Grafik veranschaulicht den Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum und Aktienperformance.

 

Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der Schweiz sowie des breiten Schweizer Aktienmarktes (SPI)

Daten per 31. Dezember 2025

Wirtschaftswachstum treibt Aktienperformance an

Quellen: Bloomberg, Raiffeisen Schweiz Investment & Vorsorge Center

Wer eine langfristige Anlagestrategie verfolgt und die Risiken mit einem breit diversifizierten Portfolio verteilt, findet sich mit grösster Wahrscheinlichkeit auf der Gewinnerseite wieder. Erfolgreiches Anlegen ist daher weniger eine Frage des Glücks als vielmehr eine der Geduld. Wer mit einem langen Anlagehorizont investiert, hat in der Regel bessere Erfolgschancen als jemand, der an der Börse oder im Casino auf das schnelle Geld hofft.

Vorurteil 2

Anlegen benötigt viel Kapital

«Für Aktien habe ich viel zu wenig Geld.» Dieser Trugschluss ist weit verbreitet. Wer aus eigener Initiative mit dem Kauf einzelner Wertpapiere ein breit gestreutes Portfolio aufbauen will, benötigt tatsächlich ein gewisses Startkapital. Vielen ist jedoch nicht bewusst, dass der Kauf einzelner Aktien nur eine von vielen Anlagemöglichkeiten ist. Zahlreiche Anlagelösungen ermöglichen bereits mit kleinen Beträgen den breit diversifizierten Einstieg in die Finanzmärkte.

Anlegen ist auch mit kleinen Beträgen möglich

Anlagefonds und ETF (Exchange Traded Funds) haben den Zugang zur Geldanlage deutlich vereinfacht und ermöglichen es, bereits mit vergleichsweise geringen Beträgen in zahlreiche Unternehmen, Branchen oder Märkte gleichzeitig zu investieren. Dadurch lässt sich das Risiko breiter streuen als dies beim Kauf einzelner Titel möglich wäre. Gleichzeitig können Anlegerinnen und Anleger von den langfristigen Renditechancen an den Finanzmärkten profitieren.

Mit Lösungen wie einem Fonds-Sparplan können zudem regelmässig kleine Beträge investiert werden. So lässt sich Schritt für Schritt Vermögen aufbauen – beispielsweise für die Ausbildung eines Kindes, den Kauf eines Autos oder den Erwerb von Wohneigentum. Auch digitale Anlagelösungen wie Raiffeisen Rio senken die Einstiegshürden und machen das Anlegen einfacher, da viele Prozesse automatisiert ablaufen und der administrative Aufwand gering bleibt.

Vorurteil 3

Anlagen binden Geld langfristig

Viele Menschen befürchten, durch das Anlegen ihres Ersparten Flexibilität zu verlieren Sie gehen davon aus, dass ihr investiertes Geld über viele Jahre gebunden ist – ähnlich wie bei der Pensionskasse oder der Säule 3a.

Angelegtes Geld bleibt flexibel verfügbar

Ein langer Anlagehorizont bietet grundsätzlich die besten Voraussetzungen, um Marktschwankungen auszugleichen und Vermögen aufzubauen. Deshalb ist es zentral, nur Gelder zu investieren, die in absehbarer Zeit nicht benötigt werden. Auch bei der Wahl der passenden Anlagestrategie spielt der Anlagehorizont eine wichtige Rolle. Je länger dieser ist, desto grösser kann der Aktienanteil im Portfolio sein.

Gleichzeitig bedeutet Anlegen nicht automatisch, dass das Geld für viele Jahre blockiert ist. Wer in gängige Wertschriften wie Aktien, Obligationen oder Fonds investiert, die täglich an der Börse gehandelt werden, kann diese bei kurzfristigem und ungeplantem Geldbedarf jederzeit verkaufen. Die meisten Anlagelösungen bieten darüber hinaus eine hohe Flexibilität. Im Gegensatz zu gewissen Versicherungsprodukten bestehen häufig keine festen Laufzeiten, Mindesthaltefristen oder langfristigen Verpflichtungen für regelmässige Einzahlungen.

Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung.

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