Immobilienstudie: Büroflächenmarkt vor KI-Disruption?
Trotz tieferer Zuwanderung und einer vorübergehend etwas höheren Bautätigkeit bleibt der Mietwohnungsmarkt angespannt. Tiefe Leerstände und steigende Mieten dürften den Markt auch in den kommenden Jahren prägen. Der Büroflächenmarkt hat hingegen herausfordernde Jahre hinter sich. Nach dem Homeoffice-Durchbruch infolge der Coronakriese droht jetzt die grosse KI-Disruption. Die tiefe Bautätigkeit und das Beschäftigungswachstum in den typischen Branchen stützen diesen Markt jedoch.
07.09.2026
Fredy Hasenmaile interpretiert die Zahlen & Fakten aus der Studie
Die Fakten im Überblick
Nur vorübergehender Anstieg der Bautätigkeit
Angebot bleibt knapp und Mieten steigen weiter
Büromieten trotz struktureller Herausforderungen robust
Tiefe Bautätigkeit stützt den Büroflächenmarkt
Typische Büroberufe sind am stärksten durch KI bedroht
Marktüberblick
«Eine abgeschwächte Zuwanderung und die vorübergehend höhere Bautätigkeit dürften den Wohnungsmarkt etwas beruhigen. In den meisten Regionen der Schweiz werden Knappheit und steigende Mieten jedoch noch länger Realität bleiben, da die strukturellen Ursachen der zu tiefen Bautätigkeit weiterhin bestehen bleiben. Der Markt für Büroflächen sieht sich hingegen mit wachsenden Herausforderungen konfrontiert. Neben dem anhaltenden Homeoffice-Trend mehren sich jüngst die Sorgen vor dem grossen KI-Umbruch in der Büroarbeitswelt. Tatsächlich sind die klassischen Abnehmerbranchen von Büroflächen durch die neue Technologie am stärksten betroffen. Dies wird sich am Büromarkt auch bemerkbar machen. Wie stark die Auswirkungen letztlich ausfallen werden, bleibt jedoch offen, da die möglichen Disruptionsszenarien vielfältig sind.»
Francis Schwartz
Ökonom Raiffeisen Economic Research
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