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01.11.2021

Berichtssaison läuft auf Hochtouren

Die Schweizer Grossbank UBS hat ansprechende Drittquartalszahlen vorgelegt. Mit einem Umsatz von 2,28 Milliarden US-Dollar hat sie ihr bestes Ergebnis seit sechs Jahren eingefahren.

Der Computerzubehörspezialist Logitech glänzt ebenfalls mit einem Rekordumsatz, beim Rein-gewinn verfehlte das Unternehmen allerdings die Analystenschätzungen – die Aktie quittierte dies am Dienstag mit einem zeitweisen Minus von fast 7 Prozent. Den Erwartungen entsprochen hat derweil der Pharmariese Novartis mit einem Umsatz von 13 Milliarden US-Dollar. Die Basler denken erstmals öffentlich über einen Verkauf oder Spin-off der Generikasparte Sandoz nach. Der Technologiekonzern Sulzer befindet sich nach der Medmix-Abspaltung in einer Umstruktur-ierungsphase. Dennoch hat sich das Auftragsbuch im dritten Quartal weiter gefüllt (+15,7 Pro-zent). An den gesteckten Finanzzielen hält man fest. Letzteres gilt auch für den Spezialchemie-konzern Ems. Mit Blick auf das Gesamtjahr nochmals optimistischer zeigt sich hingegen der Dentalimplantatspezialist Straumann.

Die Drittquartalszahlen fallen in Summe bislang solide aus. Viele Unternehmen sind mit ihrem Ausblick aber vorsichtig. Die Auftragsbücher sind vielerorts voll. Die Umsätze verschieben sich jedoch wegen Liefer- und Produktionsengpässen nach hinten. Dies sorgt auf Einzeltitelebene für Kursauschläge. Wir raten Anlegern daher zu einer leicht defensiven Positionierung.

Tesla steigt in den Billionärsclub auf

In den USA ist es dem Elektroautobauer Tesla derweil gelungen, in den Club der Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von über einer Billion US-Dollar aufzusteigen. Dank einer Rekord-bestellung von 100'000 Fahrzeugen durch den Autovermieter Hertz sprang die Tesla-Aktie auf ein Rekordhoch bei 1’094 US-Dollar, die Marktkapitalisierung stieg auf fast 1,03 Billionen US-Dollar. Das Unternehmen ist damit nun mehr wert als die neun folgenden grössten Autohersteller zusammen.

Euro fällt zeitweise unter 15-Monatstief

Die abnehmende Konjunkturdynamik, der unstete Pandemieverlauf sowie das Stagflations-Gesp-enst dämpfen derzeit den Risikoappetit der Anleger. Sie suchen verstärkt sichere Häfen wie den Schweizer Franken. Infolgedessen fiel der EUR/CHF-Kurs diese Woche zeitweise unter 1,064, den tiefsten Stand seit gut fünfzehn Monaten. Damit hat sich der Euro gegenüber seinem Jahreshoch von Anfang März um fast fünf Rappen verbilligt. Wir sehen das Währungspaar auf 3-Monats-sicht bei 1,07, auf 12-Monatssicht bei 1,06.