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Die Inflation hält an
An der Teuerungsfront ist keine Entspannung in Sicht. Diese Woche wurden die Pro-duzentenpreisindizes für die USA und China publiziert. In den Vereinigten Staaten stiegen die Inputpreise im Oktober um 8,6 Prozent. Im Reich der Mitte war das Plus mit 13,5 Prozent gar satt zweistellig.
Für viele Unternehmen wird die Situation zunehmend ungemütlich. Nur wenige Firmen sind in der Lage, die steigenden Produktionskosten 1:1 weiterzugeben, was bedeutet, dass die Gewin-nmargen unter Druck geraten. Trotzdem steigen auch die Konsumentenpreise. In den USA lag die Teuerung im Oktober mit 6,2 Prozent zum sechsten Mal in Folge über 5 Prozent und erreich-te den höchsten Stand seit 30 Jahren. Damit schmelzen die während der Coronakrise zum Teil deutlich gestiegenen Ersparnisse wie Schnee an der Sonne wieder weg. Zudem steigt der Druck auf die Notenbanken, ihre ultraexpansive Geldpolitik zu reduzieren weiter an.
Barry Callebaut profitiert vom Cost-Plus-Modell
Je länger die hohe Inflation anhält, desto stärker wird sich die Spreu vom Weizen trennen. Un-ternehmen mit starken Marken, Innovationskraft und Preissetzungsmacht werden an den Börsen zu den Gewinnern gehören. Ein gutes Beispiel ist der Schokoladenproduzent Barry Callebaut. Der Konzern konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr den Umsatz um 4,6 Prozent steigern. Der Reingewinn erhöhte sich gar um 23,4 Prozent auf 385 Millionen Schweizer Franken. Wenig überraschend, dass auch die Dividende kräftig angehoben wird. Barry Callebaut profitiert dabei vom sogenannten Cost-Plus-Modell. Das heisst, dass der Konzern die steigenden Inputpreise (u.a. Kakao) vertraglich an die Endabnehmer weitergeben kann. Die Aktien quittierten die starken Zahlen mit einem Kursplus von 2,5 Prozent.
Sika übernimmt Konkurrenten MBCC
Eine erfolgreiche Strategie verfolgt seit Jahren auch der Bauchemiekonzern Sika. Jahr für Jahr werden diverse kleinere Firmen übernommen, Produkte sowie Patente eingekauft und damit der «Burggraben» weiter ausgebaut. Nun hat Sika erneut zugeschlagen: Für 5,5 Milliarden Franken wird der Konkurrenten MBCC übernommen. Das ehemalige Bauchemiesegment von BASF passt hervorragend ins Portfolio und verspricht Synergieeffekte in dreistelliger Millionenhöhe. Auch so lassen sich Margen sichern oder gar steigern. Im Falle von Sika war das Verdikt der Börse eben-falls eindeutig. Der jüngste Coup wurde mit einem Kurssprung honoriert, welcher die Sika-Aktie auf ein neues Allzeithoch schickte