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29.11.2021

Die Schweizer Börse legt eine Pause ein

Von einer Jahresendrally ist nichts zu spüren. Der Schweizer Aktienmarkt tendierte im Wochenverlauf richtungslos mit einer leicht schwächeren Tendenz. Nachdem der Swiss Market Index (SMI) vergangene Woche auf ein Rekordhoch geklettert war, bestimmten Gewinnmitnahmen sowie fehlende Impulse das Börsengeschehen.

Trotz dieser Richtungslosigkeit entwickelten sich die einzelnen Indexmitglieder alles andere als homogen. Mit einem Plus von gut 4 Prozent gehörten die Titel des Versicherungskonzerns Swiss Life zu den Gefragtesten. Das Unternehmen hat sich neue, höhere Finanzziele gesteckt. Zudem wird der Anteil des Gewinns, der in Form einer Dividende an Investoren ausgeschüttet werden soll, erhöht. Ebenso in der Gunst der Anleger standen die Telekomanbieterin Swisscom und der Zementhersteller Holcim. Dagegen haben bisherige Outperformer diese Woche Federn gelassen. Dazu gehörten der Sanitärtechniker Geberit, der Pharmazulieferer Lonza und der Investment-spezialist Partners Group. Sie büssen je rund 5 Prozent ein.

Leicht steigende Zinsen und deren Auswirkung

Auch an der Zinsfront tut sich etwas: Die US-Zinsen steigen. Seit vergangenem Freitag kletterten die Renditen für 10-jährige US-Staatsanleihen um 0,1 Prozent. Nicht viel, aber es genügt, um die Preise der entsprechenden Anleihen um rund ein Prozent zu drücken. Bei einer Rendite auf Ver-fall von 1,54 Prozent fallen bereits kleine Veränderungen ins Gewicht. Deutlich weniger stark ausgeprägt ist der Zinsanstieg in der Schweiz. Noch immer verharren die Zinsen für Schweizer Staatsanleihen über das gesamte Laufzeitenspektrum im negativen Bereich.

Gedrückte Stimmung aufgrund der Lieferengpässe

Lieferengpässe, gestiegene Energiepreise und die Angst vor erneuten Lockdowns drücken die Stimmung der Unternehmen in Deutschland. So verbuchte der Ifo-Geschäftsklimaindex zum fünften Mal in Folge einen Rückgang. Dabei wurde nicht nur die aktuelle Lage, sondern auch die Erwartungen pessimistischer eingeschätzt. Für einen Lichtblick sorgte derweil der seit längerem gebeutelte Automobilsektor.

Neue deutsche Regierung

Jetzt ist es offiziell: Deutschland hat eine neue Regierung. Unter Kanzler Olaf Scholz wird die Ampel-Regierung von SPD, Grünen und FDP das Land die kommenden vier Jahre regieren. Ziele sind die Sicherung der Renten, Lösungen zum Klimaschutz, ein höherer Mindestlohn und die kontrollierte Abgabe von Cannabis. Tatsächlich geht es als erstes aber wohl darum, die Corona-Situation im Land in den Griff zu bekommen. Zudem wartet mit dem russischen Truppenauf-marsch in der Nähe der ukrainischen Grenze weiteres Ungemach.