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Dunkelroter März
Der März und damit auch das erste Quartal 2020 sind bereits vorüber. Für Anleger sie-ht die bisherige Jahresbilanz dabei alles andere als erfreulich aus. Im Monatsverlauf kam es zu einem regelrechten Ausverkauf und viele Investoren sind in die Liquidität geflüchtet.
Von dieser Verkaufswelle wurden fast sämtliche Anlageklassen erfasst. Am stärksten betroffen waren dabei die Aktien. An den europäischen und den US-amerikanischen Börsen ging es zwei-stellig nach unten. Relativ gesehen hielt sich der Schweizer Aktienmarkt mit einem Minus von 4,9 Prozent recht gut. Dabei hat natürlich einmal mehr die defensive Indexzusammensetzung geholfen: Nestlé, Novartis und Roche machen rund die Hälfte des Index aus. Normalerweise sollten bei einem solch starken Einbruch bei den Aktien andere Anlageklassen die Verluste ab-federn oder wettmachen. Im März war dies allerdings nicht der Fall. Auch Obligationen und Immobilienfonds verloren an Wert. Einzig das als Krisenschutz geltende Gold konnte sich dem Abwärtstrend entziehen.
Bevölkerung wird zunehmend ungeduldig
Die Neuinfektionen mit dem Coronavirus nehmen derweil weltweit weiter zu. Gleichzeitig wer-den auch die konjunkturellen Auswirkungen der «Shutdowns» immer dramatischer. Im zweiten Quartal wird die globale Wirtschaft wohl einen noch nie dagewesenen Wachstumseinbruch ver-zeichnen müssen. Zudem beginnt die Bevölkerung zunehmend ungeduldig zu werden. Für die Regierungen gilt es nun abzuwägen, ab welchem Zeitpunkt eine schrittweise Normalisierung und Lockerung der Massnahmen angezeigt ist. Dabei hilft sicherlich, dass immer mehr Daten zu Covid-19 vorliegen. Diese Woche erschien beispielsweise in der renommierten medizinischen Fa-chzeitschrift «The Lancet» eine Studie, welche die effektive Sterberate bei einer Ansteckung mit dem Coronavirus auf knapp 0,7 Prozent bezifferte. Dies wäre deutlich tiefer als bisher vermutet, bedeutet aber noch immer, dass das Virus rund siebenmal tödlicher als ein durchschnittlicher Gr-ippevirus wäre.
Erholung im zweiten Halbjahr
Exakt werden wir das alles leider erst im Nachgang der Pandemie wissen. Dies macht es für den Bundesrat aber auch für die Virologen und Ökonomen weiterhin sehr schwierig die richtigen Schlüsse zu ziehen. Für uns hilft dabei das Denken in Szenarien. In unserem Hauptszenario rech-nen wir weiterhin mit einem deutlichen Konjunktureinbruch in der ersten Jahreshälfte, gefolgt von einer Stabilisierung und Erholung im zweiten Halbjahr. An den Finanzmärkten ist momentan bereits viel Negatives eingepreist. Wir empfehlen deshalb an der definierten Anlagestrategie festzuhalten.