News
E-Mobilität nimmt zusehends Fahrt auf
Auch wenn der Verbrennungsmotor noch lange nicht von den Strassen verschwindet, erfährt der elektrische Antrieb beim Fahrzeugbau einen immer stärkeren Bedeutungs-zuwachs. Alleine in Europa hat sich der Anteil von PKWs mit alternativem Antrieb von 2005 bis 2015 nahezu verdoppelt.
Die Dynamik dürfte weiter zunehmen. So gibt es Prognosen, wonach bis zum Jahr 2030 welt-weit rund 25 Millionen E-Fahrzeuge jährlich verkauft werden. Gefördert wird diese Entwicklung dabei massgeblich durch politische Regulierungen, welche von Subventionierung und Steuerer-leichterungen über vorgeschriebene Mindestquoten bis hin zum anvisierten kompletten Verbot traditionell angetriebener Pkws reichen.
Positive Auswirkung auf entsprechende Rohstoffe
Von diesem Trend hin zur persönlichen E-Mobilität dürften nicht nur einschlägige Fahrzeug-hersteller profitieren. Vielmehr wirkt sich diese Entwicklung bereits auf die entsprechenden Roh-stoffe positiv aus. So wird etwa damit gerechnet, dass die Nachfrage nach Lithium aufgrund der zunehmenden Elektromobilität deutlich ansteigen wird. Wurden im Jahr 2015 noch etwa 170'000 Tonnen des für die Akkumulatoren-Produktion wichtigen Alkalimetalls gefördert, dürfte die Fördermenge 2025 bereits 600‘000 Tonnen betragen.
Wachsende Nachfrage bei Batterieherstellern
Weiter von dieser Entwicklung profitieren sollten die Zulieferer von Technologien und Komp-onenten, die für den E-Fahrzeugbau benötigten werden. Hierzu zählen namentlich die Batterie und der Antrieb, welche das Herzstück eines jeden elektrisch betriebenen Fahrzeuges bilden. Insbesondere die Hersteller von Batterien dürften unserer Einschätzung nach bei der Bedienung der wachsenden Nachfrage in den nächsten Jahren an ihre Kapazitätsgrenzen gelangen.
Potential für etablierte Automobil-Hersteller
Schliesslich eröffnet der Trend hin zur stärkeren Nutzung von Elektromobilität auch Potential für etablierte Automobil-Hersteller, welche gegenwärtig noch durch Verbrennungsmotoren ange-triebene Fahrzeuge produzieren, sich aber der neuen Antriebsart nicht verschliessen. Solche Autobauer erscheinen uns insofern vielversprechend, weil diese Unternehmungen von ihrer umfassenden Erfahrung im grundsätzlichen Bau sowie dem Verkauf von Fahrzeugen profitieren können.
Wir sind aus diesen Gründen der Meinung, dass E-Mobilität als Ganzes eine interessante Anlage-thematik darstellt. Eine entsprechende Umsetzung hat dabei aber entlang der gesamten Wert-schöpfungskette zu erfolgen und sollte sich nicht nur auf die E-Fahrzeug-Fabrikanten beschränken.