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Ein holpriger Start in den Mai
Kommentare der US-Finanzministerin Janet Yellen, dass möglicherweise mit höheren Zinsen ein-er Überhitzung der Wirtschaft entgegen gewirkt werden solle, verunsicherte Anleger. Tatsächlich scheint die US-Wirtschaft dank Fiskalmassnahmen und Impferfolgen auf allen Zylindern zu feue-rn. Es dürfte somit tatsächlich nur eine Frage der Zeit sein, bis die US-Notenbank Fed über höh-ere Zinsen nachdenken muss. Einen Dämpfer erhielten im Wochenverlauf auch die Covid-Impf-stoffhersteller, da sich die US-Regierung für eine Aussetzung der Patentrechte der Corona-Impf-stoffe einsetzen will, um rascher mehr Impfstoff herzustellen. Im Einklang mit diesen Entwicklun-gen ist die Volatilität, also das Angstbarometer, angesprungen. Ob sich die Anlegerweisheit «Sell in May and go away» noch bewahrheitet, wird sich zeigen.
Ein glückliches Händchen
Nach dem Börsengang von Polypeptide Ende April, kommt es bereits zu einem weiteren Neuzu-gang. Montana Aerospace soll am 12. Mai dem Publikum geöffnet werden. Der Luftfahrtzu-lieferer ist bislang im Besitz von Montana Tech, zu deren Portfolio auch der Batteriehersteller Varta und der Verpackungshersteller Aluflexpack gehören. Bislang hatte Montana Tech mit den Börsengängen ein glückliches Händchen. Varta ging 2017 an die Börse und hat seinen Wert sei-ther verfünffacht, Aluflexpack folgte 2019 und handelt heute zu einem fast doppelt so hohen Preis. Das Bookbuilding läuft noch bis am 11. Mai.
Schweizer Börse zieht an
An der Schweizer Börse standen jüngste die SMI-Werte Geberit und Alcon im Fokus. Dem Sani-tärtechniker Geberit ist ein bemerkenswerter Start ins 2021 gelungen. Im Vergleich zum Vorjahr profitierte Geberit allerdings von einem Basiseffekt, da das erste Quartal 2020 bereits von Corona-Einschränkungen belastet war. Beim Augenheilmittelkonzern Alcon war der Blick auf die Jahresprognose gerichtet, die erstmals publiziert wurde. Das Unternehmen rechnet mit einem Umsatzwachstum von 15 Prozent bis 18 Prozent. Da ein solches von den Anlegern erwartet wurde, sackten die Aktien entsprechend ab. Für Ernüchterung sorgten auch die Quartalszahlen von Adecco. Der Personaldienstleister gilt als Frühzykliker und lässt so auf die künftige Wirt-schaftsentwicklung schliessen. Obwohl die Gewinnerwartungen der Analysten übertroffen wurden, entwickeln sich die Kernmärkte Frankreich und USA lediglich seitwärts, was zu Vorsicht mahnt.