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26.02.2018

Erhöhtes Angstbarometer bietet auch Chancen

Obwohl die Nervosität an den Aktienmärkten seit dem sprunghaften Anstieg zu Monatsbeginn wieder spürbar abgeflaut ist, bleibt die Volatilität gerade im Vergleich zum letzten Jahr weiter deutlich erhöht.

 

Volatilitäts-Indizes werden aus Optionen der im Index vertretenen Aktien berechnet und geben die erwarteten Marktschwankungen wider. Gemeinhin spricht man deshalb auch von einem Angstbarometer.

Indessen darf dieser Begriff nicht darüber hinwegtäuschen, dass die mit dem Volatilitätsanstieg einhergehenden, jüngsten Korrekturen gerade für Qualitätstitel wieder Zukaufmöglichkeiten eröffneten. Gleichzeitig können aber auch strukturierte Produkte, wie beispielsweise «Reverse Convertibles» (RCs), mit erhöhter Volatilität ein attraktiveres Rendite-Profil ausweisen. Dies gilt auch dann, wenn sich der Anleger für einen sogenannten «Barrier Reverse Convertible» (BRC) entscheidet.

BRC mit zusätzlichem Sicherheitspuffer

Ein BRC weist im Vergleich zu einem traditionellen RC einen zusätzlichen Sicherheitspuffer (Barriere) hinsichtlich der Kursschwankungen des Basiswertes auf. Verletzt der Basiswert diese Barriere während (amerikanischer Typ) oder zum Ende (europäischer Typ) der Laufzeit, erhält der Anleger statt seines investierten Betrages den Basiswert geliefert. Handelt es sich dabei um ein-en «worst of»-BRC mit mehreren zugrundeliegenden Basiswerten, bekommt er jenen Titel mit der schlechtesten Performance.

Coupon fällt unterschiedlich aus

Je nachdem, bei welchem Niveau die Barriere gesetzt ist, fällt der Coupon im Vergleich zu einem reinen «Reverse Convertible» unterschiedlich tiefer aus. Der Coupon ist aber grundsätzlich in ein-em schwankenden Marktumfeld attraktiver, da im Produkt «Volatilität verkauft» wird.

Auch BRCs nicht ohne Risiko

Dennoch sind auch BRCs mit grossem Sicherheitspuffer nicht ohne Risiko. So kann der Anleger beispielsweise im Falle einer massgebenden Barrieren-Verletzung möglicherweise unattraktive Titel ins Depot geliefert kriegen. Wir empfehlen daher, sich nicht von hohen Coupons leiten zu lassen und lediglich Produkte auf Titel auszuwählen, die bei einer möglichen Lieferung auch in die Portfoliostruktur passen. Zudem erscheint es uns ratsam, Produkte mit höherem Risikopuffer anstatt höherem Coupon zu selektieren. Dies vor dem Hintergrund einer sorgfältigen Risiko-analyse und Gesamtportfoliobetrachtung, welche auch bei einer allfälligen Berücksichtigung von BRCs unerlässlich ist.