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04.04.2022

Gute Stimmung an der Börse

Die Grossbank UBS kündigte an, für bis zu 6 Milliarden Franken eigene Aktien zurückkaufen zu wollen, nachdem das bestehende Rückkaufprogramm ausgelaufen ist. Am 1. April startet auch das zuvor angekündigte Aktienrückkaufprogramm des Technologiekonzerns ABB. Konkretisiert haben sich zudem die Fusionspläne des Elektroinstallateurs Burkhalter und des Gebäudetechnik-ers Poenina. Die Fusion muss noch von den Aktionären an der Generalversammlung gutgeheis-sen werden. Derweil heizt der hohe Ölpreis die Inflation weiter an. In Deutschland kletterte diese auf 7,3 Prozent, erwartet worden waren 6,3 Prozent. Dass die Teuerung und die erwarteten Zinsschritte der Notenbanken den Aufschwung abwürgen könnten, ist bei Anlegern aktuell nur untergeordnet ein Thema. Eine Gefahr ist es dennoch. So stimmt uns die starke Erholung vor-sichtig. Wir reduzieren deshalb unser leichtes Übergewicht in Schwellenländeraktien und sind damit neu bei Aktien leicht untergewichtet. Der Erlös aus dem Verkauf wird liquid gehalten, um rasch auf sich ergebende Chancen reagieren zu können.

Rückblick auf das erste Quartal

Der Quartalsrückblick fällt ernüchternd aus. Rund 4 Prozent hat der Swiss Market Index (SMI) seit Anfang des Jahres verloren. Dabei war es ein Auf und Ab. Der Krieg in der Ukraine drückte den Leitindex Anfang März unter 11'000 Punkte, was ein Minus von gut 15 Prozent bedeutete. Seither haben sich die Börsen deutlich erholt, der Krieg ist also ausgepreist.

Finanztitel gefragt

In der Schweiz waren Finanztitel gefragt. Viele überzeugen durch eine attraktive Dividende und eine günstige Bewertung. Zudem profitieren sie von steigenden Zinsen. Am stärksten in der Gunst der Anleger standen die Aktien des Versicherungskonzerns Zurich, die 14 Prozent zulegt-en. Trotz des Kursanstiegs liegt die Dividendenrendite immer noch bei 4,8 Prozent. Ebenfalls einen guten Lauf hatten die Valoren der Grossbank UBS, sie gewannen seit Anfang Jahr 11 Proz-ent. Die Titel des Telekomkonzern Swisscom (+10 Prozent) und des Lebensversicherer Swiss Life (+7 Prozent) liegen mit ihrer Entwicklung ebenfalls deutlich über dem Index. Das Schlusslicht bilden der Aroma- und Duftstoffhersteller Givaudan, der Sanitärtechniker Geberit und der Vermögensverwalter Partners Group, sie verloren zwischen 20 und 24 Prozent.