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08.11.2021

Guter Start in den November

Die Schweizer Börse ist dynamisch in den November gestartet. Treibende Kraft war Roche. Das Pharmaunternehmen kauft für 19 Milliarden Franken eigene Aktien, die bislang im Besitz der Konkurrentin Novartis waren, zurück. Die Aktien der beiden Pharmakonzerne reagierten bei Bekanntgabe positiv auf die Transaktion.

Zudem verbuchen viele Unternehmen für das dritte Quartal zweistellige Umsatz- und Gewinn-zuwächse, was die Stimmung der Anleger stützt. So etwa der Sanitärtechniker Geberit, der 18,8 Prozent mehr umsetzte als in den ersten neun Monaten des Vorjahres. Der Gewinn kletterte gar knapp 30 Prozent. Auch der Technologiekonzern AMS-Osram hat seinen Umsatz und den Betr-iebsgewinn deutlich gesteigert. Mit Blick auf höhere Beschaffungskosten und den Verlust von Grossaufträgen des Technologieunternehmens Apple kam die Aktie allerdings unter Druck. Noch nicht auf Vorkrisen-Niveau ist der Personalvermittler Adecco, was sich ebenfalls in Kursab-schlägen äusserte. Mit einem Kursfeuerwerk (+10 Prozent) hatte dagegen Implenia die Woche begonnen. Der Baukonzern hatte allerdings nur die Prognose für das laufende Jahr bestätigt.

Credit Suisse hat weniger verdient als im Vorjahr

Die Grossbank Credit Suisse hat trotz höherem Ertrag im dritten Quartal 21 Prozent weniger verdient als im Vorjahr. Grund sind Kosten für Rechtsstreitigkeiten in der Höhe von 564 Millionen Franken. Zudem gliedert die Bank ihr Geschäft ab dem 1. Januar 2022 in die vier Bereiche Weal-th Management, Investment Bank, Swiss Bank und Asset Management. Der grosse strategische Wurf unter dem neuen Verwaltungsratspräsidenten, António Horta-Osório, ist allerdings ausgeb-lieben. Obwohl die Aktien seit Anfang Jahr 12 Prozent eingebüsst haben, konnten sie sich vom Schlusslicht im SMI lösen und die rote Laterne an den Technologiekonzern Logitech übergeben.

Beginn des Tapering in den USA

In den USA beginnt das Tapering. Die Anleihekäufe der US-Notenbank Fed werden ab November monatlich um 15 Milliarden US-Dollar reduziert. Damit ist der erste Schritt in Richtung Normal-isierung der Geldpolitik getan. Bei einem aktuellen Volumen von 120 Milliarden US-Dollar würde es bis Juni 2022 dauern, bis das Wertschriftenkaufprogramm vollständig zurückgefahren ist. Allerdings hat der Chef der US-Notenbank, Jerome Powell, betont, dass man je nach Wirtschaf-tsentwicklung auch von diesem Fahrplan abweichen könne. Bis also auch die Leitzinsen ange-hoben werden, dürfte es noch eine Weile dauern. Raiffeisen erwartet einen Zinsschritt im vierten Quartal 2022. Das Anleihekaufprogramm wurde zur Stützung der Wirtschaft im Rahmen der Corona-Krise lanciert.