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07.02.2022

Im Bann der Jahresergebnisse

Zusätzliche Rückstellungen von 650 Millionen Euro für den Steuerstreit in Frankreich haben das Ergebnis belastet. Dank der Aussicht auf eine Dividendenerhöhung und ein Aktienrückkauf-programm von 5 Milliarden Franken legten die Titel bei Bekanntgabe um 6 Prozent zu. Den Reingewinn auf
24 Milliarden US-Dollar verdreifacht hat der Pharmakonzern Novartis. Allerdings stammten 14,6 Milliarden aus dem Verkauf des Roche-Aktienpaketes. Auch Anleger können sich freuen, Novar-tis erhöht zum 25. Mal in Folge seine Dividende. Konkurrent Roche erhöht zwar auch die Aus-schüttung an die Aktionäre, übt sich beim Ausblick auf das laufende Jahr aber in Vorsicht. Beim Technologieunternehmen ABB flattern zwar deutlich mehr Aufträge rein als im Vorjahr (+18 Pro-zent), allerdings erhöhte sich der Umsatz – wegen Lieferengpässen – nur um 5 Prozent. Auch hier können sich Anleger über eine höhere Dividende und einen positiven Margenausblick freuen. Ein gutes Jahresergebnis verbuchte ebenfalls der Telekomanbieter Swisscom. Höhere Kosten für den Ausbau des Glasfasernetzes drohen aber die Margen zu drücken.

Eine Börsenweisheit

Eine alte Börsenweisheit besagt: «Wie der Januar, so das ganze Jahr». Für den Swiss Performance Index (SPI) galt in den vergangenen 25 Jahren folgendes: Anleger verbuchten 13-mal eine posit-ive Rendite und in 11 dieser Fälle endete auch das Gesamtjahr positiv. Anders sieht es im negat-iven Fall aus. 12-mal verhagelte der SPI den Anlegern den Jahresstart, dennoch schloss der SPI das Jahr in diesen Fällen nur gerade 5-mal im Minus. Der Schluss liegt nahe, dass die Perform-ance nach einem negativen Januar keinen Rückschluss auf das Gesamtjahr zulässt. Hoffnungen auf ein positives Börsenjahr sind also berechtigt.

Hoher Ölpreis hält an

15 Prozent hat der Ölpreis dieses Jahr zugelegt. Damit schürt er weiter die Ängste um anhaltend hohe Inflationsraten. Auch wenn die Dynamik des Kursanstiegs nachlässt, darf nicht vernachläs-sigt werden, dass das schwarze Gold vor 12 Monaten noch knapp unter 60 US-Dollar handelte. Im Jahresvergleich beträgt der Preisanstieg also gar 50 Prozent. Keine spürbare Entspannung brachte der Entscheid der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC). Sie bekräftigte am Mittwoch lediglich, an ihrem Plan festzuhalten und die Fördermenge ab März um 400'000 Fässer pro Tag zu erhöhen.