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03.03.2020

Kein Grund zur Panik

Es war nur eine Frage der Zeit bis auch die Schweiz ihren ersten Coronavirus-Fall ver-melden musste. Ein Virus kennt schliesslich keine Grenzen und schon gar nicht, wenn es sich um eine leicht übertragbare Spezies handelt.

Nach offiziellen Angaben haben sich mittlerweile rund 84‘000 Menschen mit dem Virus ange-steckt und die Anzahl der Todesfälle liegt bei fast 3‘000. Das ist natürlich in jedem Einzelfall trag-isch und dramatisch. Im Kontext betrachtet relativieren sich diese Zahlen aber etwas. Bei einer Weltbevölkerung von rund 7,7 Milliarden Menschen beläuft sich die Anzahl der Infizierten gera-de einmal auf 0,0011 Prozent. Zudem liegt die Mortalitätsrate mit rund 3,5 Prozent nicht in ein-em dramatischen Bereich. Selbst im unwahrscheinlichen Fall, dass sich jemand mit dem Corona-virus ansteckt, liegt die Überlebenswahrscheinlichkeit bei gut 96,5 Prozent. Aus gesundheitlicher Sicht besteht also kein Grund zur Panik.

Wachstum deutlich abgebremst

Drastischer sind zurzeit die konjunkturellen Auswirkungen der Pandemie. Die chinesische Wirt-schaft liegt seit Wochen de facto am Boden und es zeichnet sich eine deutliche Wachstumsver-langsamung ab. Die Autoverkäufe in China sind beispielsweise im Februar um satte 92 Prozent eingebrochen. In Europa werden ebenfalls Bremsspuren sichtbar und diverse Unternehmen haben ihre Prognosen für 2020 bereits nach unten revidiert. Auch die Aktienmärkte haben reagiert: Der Swiss Performance Index hat in wenigen Tagen rund 8 Prozent an Wert eingebüsst. Kurzfristig sehen wir noch ein Rückschlagpotenzial in der Grössenordnung von 3 bis 4 Prozent. Danach dürfte aber das Coronavirus eingepreist sein.

Diversifikation zahlt sich aus

Die jüngsten Entwicklungen haben einmal mehr aufgezeigt, wie wichtig eine breite Diversifika-tion ist. Seit Jahresanfang haben verschiedene Anlageklassen nämlich eine sehr positive Entwick-lung verzeichnet. Der Goldpreis ist um 8,5 Prozent gestiegen und selbst mit Obligationen kon-nten Anleger Geld verdienen. Auch Schweizer Immobilienfonds notieren rund 6 Prozent höher als zu Jahresbeginn. Wer also nicht ausschliesslich auf Aktienanlagen gesetzt hat, kann die aktuellen Kursturbulenzen mit einer gewissen Gelassenheit beobachten. Trotz Coronavirus gilt nämlich weiterhin: An der einmal festgelegten langfristigen Anlagestrategie sollte festgehalten werden. Denn im Rückspiegel dürfte sich COVID-19 wohl als eine weit weniger dramatische Episode herausstellen, als es momentan den Anschein macht.