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Kein Start nach Mass
Die Börsen kommen dieses Jahr bislang nicht recht auf Touren. Gewinnmitnahmen dominieren. Und das, obwohl die Berichtsaison durchaus positiv ausfällt.
Ein gutes Ergebnis erwirtschaftete etwa das Technologieunternehmen Comet. Es übertraf die eigenen Umsatzerwartungen und vermochte die Marge gegenüber Vorjahr deutlich zu steigern. Ebenfalls über den Schätzungen der Analysten lag der Umsatz beim Medikamentenhändler Galenica. Geradezu brilliert hat der Luxusgüterkonzern Richemont. Der Umsatz kletterte im ab-gelaufenen Quartal 35 Prozent und übertraf die Erwartungen der Analysten deutlich. Keine Überraschung gab es bei der Versandapotheke Zur Rose. Das Unternehmen hatte im Oktober seine Umsatzprognose reduziert und nun lediglich die Erwartungen erfüllt. Der Aktienkurs an-twortete zwar positiv auf das Ergebnis, liegt allerdings rund 60 Prozent unter dem Höchst des vergangenen Jahres. Beim Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli reagierten die Anleger trotz einem erfolgreichen Jahr zurückhaltend auf die Umsatzzahlen. Zum einen lagen diese lediglich im Rahmen der Erwartungen, zum anderen verbuchte das Unternehmen im US-Markt eine Wachstumsverlangsamung.
Steigender Ölpreis sorgt für Inflations- und Zinsängste
Der Ölpreis ist im Wochenverlauf auf den höchsten Stand seit 2014 geklettert. Davon profitieren vor allem Energieaktien. Diese zählen seit Anfang Jahr zu den klaren Outperformern im breiten US-Markt. Mit den höheren Öl-Notierungen steigt aber auch die Gefahr, dass sich die Inflation doch hartnäckiger halten wird als bislang prognostiziert. Zudem erhalten Zinsängste dadurch ei-nen neuen Schub. So machten erste Spekulationen die Runde, dass die US-Notenbank Fed den Leitzins im März in einem ersten Schritt gleich um 50 Basispunkte anheben könnte. Raiffeisen re-chnet im laufenden Jahr mit drei Zinsschritten à 0,25 Prozent. Dass in diesem Umfeld Gold als Inflationsschutz gefragt ist, verwundert nicht. Das gelbe Edelmetall hat seit Weihnachten pro Unze rund 40 US-Dollar auf 1’842 Dollar zugelegt. Auf Jahressicht gehen wir von einem weit-eren Anstieg auf 1’950 US-Dollar aus.
Gedrückte Stimmung bei den Impfstoffherstellern
Die Hoffnung auf ein baldiges Ende der Corona-Pandemie steigt, denn die Virus-Variante Omi-kron scheint weniger gefährlich. Was die Menschen freut, drückt die Stimmung bei den Impfst-offherstellern. So verloren die Aktien von BioNTech, CureVac, Moderna und Novavax in den vergangenen Tagen zwischen 8 und 18 Prozent. Seit ihren Höchstständen im Jahr 2021 haben sie zwischen 60 und 80 Prozent eingebüsst. Die fetten Pandemiegewinne dürften vorerst der Vergangenheit angehören.