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Licht und Schatten bei den Schweizer Unternehmen
Diese Woche präsentierten nicht weniger als sechs SMI-Mitglieder sowie zahlreiche Vertreter aus dem Swiss Performance Index (SPI) ihre Geschäftszahlen. Im Fokus stand mitunter die Grossbank UBS. Mit einem Gewinn von 2,1 Milliarden US-Dollar verdiente sie im zweiten Quartal mehr als im Vorjahr, blieb aber hinter den Erwartungen der Analysten zurück.
«Bad News» gab es einmal mehr von der Credit Suisse. Diese schrieb tiefrote Zahlen. Ab August soll deshalb der bisherige Chef der Asset-Management-Division, Ulrich Körner, das CEO-Steuer von Thomas Gottstein übernehmen. Logitech bekam derweil die wegbrechende Nachfrage nach Peripheriegeräten sowie den zunehmenden Margendruck zu spüren. Der Computerzubehör-hersteller hat seine Prognosen kassiert. Trotz starkem organischen Umsatzwachstum hat der Nahrungsmittelriese Nestlé einen Gewinnrückgang verzeichnet. Die Folge: ein niedrigeres Marg-enziel für das Gesamtjahr. Positiv überraschten indes der Zementkonzern Holcim und der Scho-koladenhersteller Lindt & Sprüngli. Letzterer kündete zudem ein neues Aktienrückkaufprogramm im Umfang von bis zu 1 Milliarde Franken an. Nicht nur die Erwartungen übertroffen, sondern ein Rekordergebnis erwirtschaftet, hat der Logistikdienstleister Kühne + Nagel. Die Aktie quit-tierte dies allerdings infolge von Gewinnmitnahmen mit einem zeitweisen Minus von über 5 Prozent.
Angesichts der vielfach zu optimistischen Prognosen der Analysten haben die Halbjahres-abschlüsse auf Einzeltitelebene teils starke Kursausschläge verursacht. Für den Gesamtindex brachten sie bislang aber kaum Impulse. Die zunehmenden Revisionen der Gewinnschätzungen könnten dies ändern. Zudem gilt der August statistisch gesehen als schwacher Börsenmonat. Wir raten Anlegern weiterhin zu einer vorsichtigeren Gangart.
US-Notenbank Fed erhöht Leitzins erneut
Die US-Notenbank Fed hat erwartungsgemäss das zweite Mal in Folge den Leitzins um 0,75 Pro-zent angehoben. Der geldpolitische Schlüsselsatz liegt damit in einer Spanne von 2,25 Prozent bis 2,50 Prozent. Angesichts der heraufziehenden Rezessionsgefahr haben die Währungshüter unserer Meinung nach in puncto Zinserhöhungen so langsam aber das Ende der Fahnenstange erreicht. Auf Jahressicht sehen wir die Leitzinsen in den USA bei 3,00 Prozent bis 3,25 Prozent.
USA in technischer Rezession
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den USA ist derweil im zweiten Quartal um 0,9 Prozent geschrumpft (erstes Quartal 2022: -1,6 Prozent). Damit befindet sich das Land nun in einer technischen Rezession. Völlig unerwartet kommt dies nicht. In zahlreichen Vorlaufindikatoren (z.B. Konsumentenstimmung oder Einkaufsmanagerindizes) sowie der vollständigen Inversion der US-Zinskurve hatte sich das abgezeichnet.