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02.05.2022

Mehrheitlich solide Erstquartalszahlen

Die Börse ist hin und her gerissen. Aufgrund der anhaltenden Unsicherheiten ist die Volatilität zwar erhöht, dennoch fallen die Erstquartalszahlen im Grossen und Ganzen ordentlich aus.

Einen Rekordumsatz verzeichnete der Dentalimplantatehersteller Straumann. Stabil läuft das Geschäft beim Telekomanbieter Swisscom. Solide Ergebnisse erzielten auch die Pharmariesen Roche und Novartis. Damit agieren sie in einem unsicheren Umfeld als Stütze des Schweizer Leitindex (SMI). Die Grossbank UBS erwirtschaftete im ersten Quartal einen Gewinn von 2,14 Milliarden US-Dollar und ist damit deutlich besser unterwegs als Konkurrentin Credit Suisse, die bereits im Vorfeld eine Gewinnwarnung publiziert hatte. Der Ertrag reduzierte sich bei der CS um 42 Prozent. Unter dem Strich resultierte ein Verlust von 273 Millionen Franken. Der Markt zeigte sich enttäuscht. Kühne + Nagel gehört dagegen als eines der wenigen Unternehmen zu den Profiteuren der globalen Lieferkettenprobleme. Der Logistiker hat in den ersten drei Monaten des Jahres den Umsatz 68 Prozent, den Gewinn gar 162 Prozent gesteigert. Beim Spezialchemie-konzern Ems-Chemie kletterte der Umsatz im ersten Quartal 12,7 Prozent. Geholfen hat dabei, dass das Unternehmen aufgrund der gestiegenen Energiekosten die Preise erhöhen konnte.

Quartalszahlen aus den USA

Aus den USA kommen aktuell gemischte Zeichen. Der Industriekonzern General Electric hat zwar ein gutes erstes Quartal hinter sich. Ein enttäuschender Ausblick hat Anlegern allerdings die St-immung vermiest. Von einer starken Nachfragesituation profitierte auch der Autobauer General Motors, der im ersten Quartal mit einem Gewinn von 2,9 Milliarden US-Dollar die Markterwart-ungen von 2,45 Milliarden deutlich übertraf. Die Börsen haben darauf allerdings kaum reagiert. Zudem haben die Aktien seit Anfang des Jahres rund einen Drittel eingebüsst. Ein gemischtes Bild ergab sich bei den grossen US-Techwerten. Während der Softwarekonzern Microsoft die Erwartungen übertraf, spürt Alphabet, die Muttergesellschaft des Suchmaschinenbetreibers Go-ogle, die zunehmende Zurückhaltung im Werbegeschäft. Das spürt auch der Facebook-Mutter-konzern Meta, der zum Jahresauftakt das schwächste Wachstum seit 10 Jahren verzeichnete.

 

Leitzinserhöhung von 50 Basispunkten zu erwarten

Am 4. Mai ist es wieder soweit, die US-Notenbank Fed dürfte mit einem Zinsschritt von 50 Basis-punkten die lockere Geldpolitik weiter straffen. Da der Fokus auf der Inflationsbekämpfung liegt, rechnen wir auch für den Juni mit einer Leitzinserhöhung von 0,50 Prozent und im Juli mit einer solchen von 0,25 Prozent. Aufgrund der hierzulande niedrigeren Inflation dürfte die Schweizer-ische Nationalbank (SNB) erst mit Verzögerung agieren. Wir erwarten einen ersten Zinsschritt der SNB erst im kommenden Jahr.