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Novartis und Roche im Fokus
Ende Januar veröffentlichte die Eidgenössische Zollverwaltung die Statistik zum Schweizer Aussenhandel 2018. Die Exporte stiegen um 5,7 Prozent auf 233 Milliarden Schweizer Franken, was einem neuen Rekordwert en-tspricht. Die Exportzahlen widerspiegeln sich auch im Zahlenkranz der Sch-weizer Pharmamultis Novartis und Roche, welche beide unlängst ihren Jahresabschluss für das Jahr 2018 präsentierten.
Novartis wies bei einem Umsatz von 51,9 Milliarden US-Dollar einen Reingewinn von fast 12 Milliarden aus. Das Wachstum gegenüber dem Vorjahr betrug dabei je 6 Pro-zent. Der Konzern beantragt eine Erhöhung der Dividende um 5 Rappen auf 2,85 Sch-weizer Franken pro Aktie, was einer Dividendenrendite von 3,4 Prozent entspricht. Nach einigen Patentverfällen ist das Wachstum in der bedeutenden Pharmasparte (+8 Prozent) wieder zurückgekehrt und dieses dürfte auch in den nächsten Jahren anha-lten. Zudem bekräftigte das Management einmal mehr, die Augenheilmittelsparte Alcon im Verlauf der nächsten fünf Monate in Form eines Spin-offs an die Börse zu bringen.
Auch beim Basler Nachbarn läuft’s rund
Roche konnte mit den vorgelegten Jahresabschluss ebenfalls überzeugen. Die Umsätze konnten letztes Jahr um 7 Prozent auf 56,8 Milliarden Schweizer Franken gesteigert werden, und der Kern-Reingewinn erhöhte sich ebenfalls markant auf fast 16 Milliarden. Noch zeigen die Paten-tverfälle der bedeutenden Krebsmedikamente Avastin, Herceptin und Rituxan keine massiv ne-gativen Spuren im Ergebnis. Für 2019 ist diesbezüglich aber mit etwas mehr Gegenwind zu re-chnen. Bewertungsmässig scheinen die Patentrisiken aber bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 14 bereits weitestgehend eingepreist zu sein.
Aussichten bleiben erfolgsversprechend
Unter dem Strich haben sowohl Novartis als auch Roche die Erwartungen erfüllt. Auch die Aussichten für die kommenden Jahre sind grundsätzlich vielversprechend. Offen bleibt die Frage, wie stark der öffentliche Druck auf eine Senkung der Medikamentenpreise anhalten wird. Es ist aber anzunehmen, dass auch in Zukunft mit innovativen und neuartigen Produkten anhaltend hohe Gewinnmargen erzielt werden dürften. Angesichts einer nach wie vor erhöhten Volatilität an den Finanzmärkten gehören die defensiven und dividendenstarken Pharmawerte weiterhin in ein diversifiziertes Portfolio.