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Positiver Jahresauftakt
Die Berichtssaison zum ersten Quartal verläuft vielversprechend.
So ist etwa das SMI- Schwergewicht Nestlé fulminant ins Jahr gestartet. In den ersten drei Mon-aten verhalfen Tierfutter- und Kaffeegeschäft dem Nahrungsmittelkonzern zu einem Umsatzan-stieg von 7,7 Prozent, womit sämtliche Analystenerwartungen übertroffen wurden. Ebenfalls besser als erwartet fiel das Umsatzwachstum beim Pharmagiganten Roche aus. Vom reissenden Absatz an Corona-Tests profitierte vor allem die Diagnostiksparte, die 50 Prozent mehr umsetzte als im Vorjahr. Dagegen verzeichnete das ansonsten wachstumsstarke Pharmageschäft Einbus-sen. Sowohl Roche als auch Nestlé halten an ihrem Jahresausblick fest.
Stimmung am Aktienmarkt
Gar mit einer Aufwärtsrevision der eigenen Jahresprognose reagierte der Bauzulieferer Sika auf den guten Start ins Jahr. Erfüllt hat die Markterwartungen der Bankensoftwarespezialist Tem-enos. Zudem stellt das Unternehmen für den Jahresverlauf eine weitere Erholung in Aussicht. Die Versandapotheke Zur Rose hat den Umsatz im ersten Quartal um 18 Prozent gesteigert. Das lie-gt leicht unter dem für das Gesamtjahr angepeilten Plus von 20 Prozent. Sowohl bei Temenos, als auch bei Zur Rose zu Gewinnmitnahmen. Die Stimmung an den Aktienmärkten ist damit wei-terhin optimistisch und wird auch von den Quartalsberichten nur in Einzelfällen getrübt. Wermu-tstropfen ist allerdings die Bewertung. Viele Aktien sind teuer und nehmen die guten Ergebnisse vorweg.
Credit Suisse im Schlamassel
Dagegen steckt Credit Suisse weiter im Hedge Fund Schlamassel um Archegos. Dieses wird die Credit Suisse auch im zweiten Quartal belasten. Die Grossbank rechnet mit Verlusten um 600 Mio. Franken, die zu den bisherigen im Umfang von 4,4 Mrd. Franken dazukommen. Die Aktien der Credit Suisse spiegeln diese Enttäuschung. Mit einer Performance von -21 Prozent seit An-fang des Jahres haben sich die Titel am Ende des Swiss Market Index eingereiht. Damit hat die Marktkapitalisierung im laufenden Jahr um rund 6 Mrd. Franken abgenommen. Aber der Fall Archegos scheint auch aus anderen Gründen noch nicht vorbei zu sein. Diese Woche wurde bekannt, dass weitere involvierte Personen von ihren Stellen zurücktraten. Zudem soll eine US-Pensionskasse wegen Mängeln in den Risikorichtlinien und Überwachungsfunktionen gegen Credit Suisse klagen und die Finanzmarktaufsicht Finma hat ebenfalls ein Verfahren eingeleitet.