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Rekordverdächtiges erstes Quartal
Nach den ersten drei Monaten des Jahres ist das Fazit für Anleger erfreulich: Alle wichtigen Anlage-kategorien liegen im Plus. An beiden Enden des Risikospektrums waren Gewinne zu erwirtschaften – sowohl mit Rohstoffinvestments als auch mit Staatsanleihen. Ursache für die positiven Vorzeichen war insbesondere die 180-Grad-Wende der US-Notenbank Fed.
Noch im Herbst des vergangenen Jahres prognostizierte die US-Notenbank für 2019 zwei weitere Zinserhöhungen. Davon war schon im Januar keine Rede mehr. Die Europäische Zentral-bank, die Schweizerische Nationalbank und der grosse Rest der Notenbanken standen der Fed in nichts nach und schoben die geldpolitische Normalisierung ebenfalls auf die lange Bank. Dies gab auch den Aktienmärkten kräftigen Rückenwind. US-Aktien verbuchten das beste Start-quartal seit 1998, während der Swiss Performance Index jüngst bereits neue Allzeithochs markierte. So weit, so gut. Doch wie sind die Perspektiven für den weiteren Jahresverlauf?
Quo vadis?
Allein aus fundamentaler Sicht besteht eigentlich kein Anlass für allzu grossen Optimismus. Die Erholungstendenzen in China wecken zwar Hoffnung auf einen Boden beim Wachstum zur Jahresmitte, sie sind bisher aber nur ein zartes Pflänzchen. Die Unternehmensgewinne dürften 2019 derweil stagnieren und keine positiven Impulse liefern. Ein Pluspunkt für Aktienbullen ist momentan allerdings die Anlegerstimmung. Denn bisher ist diese (noch) nicht heissgelaufen. Die gute Entwicklung von defensiven Aktien, nur zaghafte Zuflüsse in Aktienfonds und weiterhin eher tiefe Aktienquoten bei institutionellen Investoren widerspiegeln vielmehr eine gewisse Zurückhaltung.
Statistischer Optimismus mit Vorsicht geniessen
Optimisten haben zudem die Historie auf ihrer Seite: In den USA folgten auf derart starke Kurs-gewinne im ersten Quartal in den letzten 60 Jahren in neun von zehn Fällen weitere Zuwächse – im Median 8 Prozent. Einzige Ausnahme war das unrühmliche Crashjahr 1987. Eine andere Statistik besagt, dass US-Aktien nach Kursgewinnen im Januar, Februar und März sechs bezie-hungsweise zwölf später immer höher notierten. Doch auch wenn dieser Blick in die Börsenge-schichte durchaus konstruktiv erscheint, sind Rückschläge zu erwarten. Im Mittel gab es in den beschriebenen Fällen im Jahresverlauf Korrekturen von 9 Prozent.