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Schweizer Börse klettert auf ein Allzeithoch
Der Swiss Market Index (SMI) verbesserte diese Woche seine bisherige Rekordmarke von Mitte August um gut 80 Punkte auf 12'622 Zähler. Gefragt waren vor allem die Valoren des Luxusgüterherstellers Richemont und des Augenheilspezialisten Alcon.
Auch der deutsche DAX (16'289 Punkte) und der amerikanische S&P 500 (4'714 Punkte) stiegen auf neue Allzeithochs. Grund für die gute Stimmung an den Börsen ist zum einen das Nachwirk-en der mehrheitlich guten Unternehmenszahlen. Zum anderen sind die Sorgen um Zinserhöh-ungen und die unsichere Corona-Situation wieder etwas in den Hintergrund getreten.
Viele Anleger fragen sich nun, ob sie auf eine Jahresendrally setzen oder doch lieber Gewinne realisieren sollten. Für eine Aufwärtsbewegung der Kurse spricht die günstige Saisonalität sowie der anhaltende Anlagenotstand. Dagegen sprechen die sich abzeichnende restriktivere Geld-politik der Notenbanken, die abflauende Konjunkturdynamik, die Aussicht auf ein schwächeres Gewinnwachstum, die hohen Bewertungen sowie die steigenden Corona-Zahlen. Darüber hinaus verzeichnen die meisten Aktienmärkte bereits heute eine überdurchschnittlich starke Jahresperformance. Wir raten Anlegern daher weiterhin zu einer leicht defensiven Positionierung.
Warnung der Europäischen Zentralbank
Warnende Töne waren dieser Tage auch von der Europäischen Zentralbank (EZB) zu vernehmen. In der jüngsten Ausgabe ihres Finanzstabilitätsberichts warnen Europas Währungshüter vor Übertreibungen an den Finanzmärkten. Diese sind nach deren Ansicht in Folge der (überra-schend) kräftigen post-Corona Erholung der Wirtschaft anfälliger für Korrekturen geworden. Gefahrenpotenzial sieht die EZB insbesondere in den überzogenen Bewertungen an einigen Märkten, der hohen öffentlichen und privaten Verschuldung sowie der erhöhten Risikobereitschaft vieler Marktteilnehmer.
Grund zur Freude für Zurich-Aktionäre
Gute Nachrichten gab es derweil für die Aktionäre des Versicherungsriesen Zurich. Im Rahmen des dieswöchigen Investorentages bestätigte der Konzern seine Finanzziele bis 2022. Darüber hinaus teilte er mit, weiterhin rund 75 Prozent des Reingewinns als Dividende an seine Anteil-seigner auszahlen zu wollen. Mit einer langjährigen Dividendenrendite von durchschnittlich 5 Prozent gehört Zurich zu den dividendenstärksten Unternehmen des SMI.