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26.11.2018

Schweizer Small- und Mid-Caps unter Druck

Schweizer Small- und Mid-Caps unter Druck 

 

In den vergangenen Jahren standen die Schweizer Small und Mid Cap Aktien im Fokus und in der Gunst der Anleger. Alleine in den fünf Jahren von Anfang 2013 bis Ende 2017 konnten die Small-Caps um 134 Prozent zulegen und auch die Mid-Caps stiegen um satte 129 Prozent an. Die SMI-Titel konnten in derselben Periode gerade einmal einen Wertzuwachs von 61 Prozent verzeichnen.

 

Die Gründe für diesen frappanten Performanceunterschied sind vielschichtig. Generell schlagen bei den Aktien über längere Zeitperioden betrachtet die Kleinen die Grossen. Schnelleres Wachs-tum, klarer Fokus auf Nischen, starke Ankeraktionäre (oft Familien) aber auch die Illiquiditäts-prämie sind Erklärungen für dieses Phänomen.

 

Aufkommende Sorgen der Anleger

 

Seit diesem Sommer hat sich das Blatt nun aber gewendet. Aufgrund des Handelsstreits zwisch-en den USA und China, der Schuldenkrise in Italien sowie steigender Zinsen kamen die Aktien-märkte unter Druck. Auch die Schweizer Small und Mid Caps brachen in der zweiten Jahres-hälfte ein. Interessanterweise konnte der SMI in dieser Zeitperiode zulegen. Auf der Titelebene ergibt sich seit Jahresanfang nun ein klares Bild. Im SMI notieren die Aktien von Lonza, Swiss Life, Givaudan sowie Novartis im Plus. Die Verlierer sind Banken, Luxusgüterkonzerne sowie klassische Zykliker. Bei den Mid-Caps gehören die Technologiewerte AMS, U-Blox und VAT sowie diverse Industriewerte zu den grossen Verlierern. Daraus lassen sich diverse Entwicklung-en ablesen: Erstens fand eine signifikante Sektorrotation aus den zyklischen in die defensiven Branchen statt und zweitens vollzog sich eine Trendwende von den kleineren und mittelgrossen hin zu den grosskapitalisierten Werten. Diese Entwicklungen widerspiegeln sehr deutlich die aufkommenden Konjunktur- und Wachstumssorgen der Anleger.

 

 

Es gibt Optionen

 

Auch wenn eine gewisse Vorsicht weiterhin angezeigt ist, eröffnen sich deshalb nach dem Aus-verkauf nun kurzfristig Opportunitäten bei ausgesuchten Zyklikern. Einige dieser Aktien haben seit Jahresanfang 30 Prozent und mehr an Wert verloren und sind nun teilweise sehr attraktiv bewertet. Dabei sollte der Fokus auf Gesellschaften gelegt werden, welche eine starke Marktpo-sition haben und zudem über eine solide Bilanz verfügen.