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Schwindende Euphorie an den Aktienmärkten
Die erneuten Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie drücken auf die Stimmung der Investoren.
Zwar liegen die meisten Aktienindizes seit Anfang Jahr immer noch im Plus, haben aber in den vergangen Tagen an Dynamik verloren. Zur Ungewissheit, ob sich der konjunkturelle Aufschwu-ng verzögert, gesellt sich die Angst vor Inflation und steigenden Zinsen. Zudem wird die Nachri-chtenlage ruhiger, mit dem ersten Quartal neigt sich die Zeit der Jahresabschlüsse dem Ende ent-gegen. In diesem Umfeld sorgt auch der Ausblick auf das ablaufende erste Quartal für Veruns-icherung. Indikationen dazu werden in der ersten Aprilhälfte veröffentlicht, wenn die ersten Un-ternehmen ihre Quartalsumsätze publizieren. Obwohl viele Unternehmen nach wie vor nur zu-rückhaltend Prognosen wagen, dürfte sich nun immer deutlicher abzeichnen, mit welchen Gew-innen Investoren im laufenden Jahr rechnen können. In der Zwischenzeit trösten sich Anleger mit der anstehenden Dividendensaison. Immerhin etwas, was die Stimmung der Anleger wieder aufhellt.
Ein sicherer Hafen
Dass der Schweizer Franken als sicherer Hafen geschätzt wird, ist bekannt. Wie sehr, zeigte sich mit der Publikation des Geschäftsberichts der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Um die hie-sige Währung zu schwächen, hat die SNB 2020 für 109.7 Mrd. Franken Devisen gekauft. Gut acht Mal so viel wie 2019. Trotz diesem massiven Eingriff blieb die helvetische Währung Fels in der Brandung vieler Portfolios. Aufgrund der aktuellen Verschnaufpause bereits von einer Fran-kenschwäche zu sprechen ist deshalb verfrüht.
Risiko und Rendite
Investoren begehen immer einen Spagat zwischen Risiko und Rendite. Aber nicht bei allen An-lageklassen ist dieser gleich gross. Investitionen in Schwellenländer bieten überdurchschnittliche Chancen, beinhalten aber ebensolche Risiken. Das zeigte sich diese Woche am Beispiel der Tür-kei. Die türkische Lira tauchte, nachdem der türkische Präsident Recep Erdogan den Notenbank-chef entlassen hatte. Dieser hatte zuvor die Zinsen im Kampf gegen die Inflation erhöht. Anleger trifft das doppelt. Neben den Währungsverlusten verbuchen auch türkische Anleihen ein saftiges Minus. Die Kurse sind eingebrochen, weil Anleger eine höhere Risikoprämie fordern. Um die Risiken bei Schwellenländeranlagen zu streuen, empfiehlt sich deshalb die Umsetzung mittels Kollektivanlagen.