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06.09.2021

Seitwärts in den September

Die alljährliche Zusammenkunft der Notenbanker in Jackson Hole brachte kaum neue Erkenntnisse. Jerome Powell, der Chef der US-Notenbank Fed, stimmte die Märkte dahingehend positiv, dass nach Abschluss des «Tapering» nicht automatisch eine Zinswende folgen werde.

Einen konkreten Starttermin für die Drosselung der Anleihekäufe liess sich Jerome Powell nicht entlocken. Das Augenmerk der Marktteilnehmer liegt daher nun auf der September-Sitzung der amerikanischen Währungshüter. Ansonsten sind aktuell kaum frische Impulse für eine Fortset-zung der sommerlichen Kursrally in Sicht. Infolgedessen tendierte der Swiss Market Index (SMI) diese Woche über weite Strecken seitwärts. Die abnehmende Konjunktur- und Gewinndynamik sowie die hohen Bewertungen sprechen für eine Konsolidierung am Aktienmarkt. Anlegern empfehlen wir deshalb eine vorsichtige Positionierung.

Lohn-Preis-Spirale bleibt voraus aus

In den letzten Monaten war das Inflationsthema in erster Linie ein US-amerikanisches. Doch nun nimmt der Preisdruck auch diesseits des Atlantiks spürbar zu. So ist in der Eurozone die Jahrest-euerung im August von 2,2 Prozent auf 3,0 Prozent gestiegen. Bitter für die Verbraucher ist, dass die Löhne nicht im selben Ausmass steigen. Unter dem Strich bleibt ihnen somit weniger im Portemonnaie. Dies hat allerdings auch etwas Positives, bleibt doch eine Lohn-Preis-Spirale – steigende Preise führen zu steigenden Löhnen, welche ihrerseits wiederum die Inflation anheizen – (vorerst) aus.

Moderate Inflation in der Schweiz

In der Schweiz hingegen bleibt die Inflation moderat: Das allgemeine Preisniveau verteuerte sich im August binnen Jahresfrist um 0,9 Prozent (Juli: +0,7 Prozent). Hauptursache sind auch hierzu-lande höhere Inputpreise aufgrund von Lieferengpässen sowie steigenden Transport- und Roh-stoffkosten. Diese Effekte dürften sich im weiteren Jahresverlauf abschwächen. Wir erwarten für 2021 eine Jahresteuerung von 0,4 Prozent.

Fehlende Container in der Logistik

Mit einem ganz anderen Problem sehen sich derzeit Logistiker rund um den Globus konfrontiert: Es fehlt an Transportcontainern. Aufgrund temporärer Hafenschliessungen sind diese immer seltener dort verfügbar, wo sie gebraucht werden. So hat beispielsweise Hapag-Lloyd, die fünf-tgrösste Container-Reederei der Welt, dieser Tage 75’000 neue Container bestellt – dies entsp-richt einer Aufstockung des aktuellen Bestands um fast 3 Prozent.