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SMI weiter in Rekordlaune
Der Schweizer Aktienmarkt, gemessen am Swiss Market Index (SMI), hat in den letzten 20 Jahren im August durchschnittlich 0,35 Prozent seines Wertes eingebüsst.
Heuer scheint sich der Leitindex gegen dieses saisonale Muster stemmen zu wollen, startete er doch mit einem Allzeithoch bei 12’213 Punkten in den neuen Börsenmonat. Gefragt waren vor allem Finanzwerte aber auch die Valoren des Sanitärspezialisten Geberit und des Telekoman-bieters Swisscom. Anleger sollten aber vorsichtig sein. Die Liste von potenziellen Risiken ist – unteranderem mit der Delta-Mutation, den hohen Bewertungsniveaus sowie der Verlangsamung der Konjunkturerholung – lang. Zudem sind abseits der Berichtssaison keine frischen Impulsgeber in Sicht
Erholung der Schweizer Wirtschaft
Dank der günstigen epidemiologischen Lage bleibt die heimische Wirtschaft auf Erholungskurs. So ist der Einkaufsmanagerindex (PMI) in der Industrie im Juli um 4.4 Punkte auf ein Rekordhoch von 71.1 Zähler gestiegen. Auch die Aussichten für den Arbeitsmarkt haben sich weiter verbes-sert: Der Beschäftigungsindikator der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) notiert für das laufende Quartal mit 7.2 Punkten erstmals seit Pandemiebeginn über seinem langjähr-igen Schnitt. Dass jedoch die Dynamik der Konjunkturerholung abnimmt, belegt derweil ein Blick auf die Detailhandelszahlen. Diese waren im Juni gegenüber dem Vormonat um 3,6 Prozent rückläufig. Beim Güterkonsum besteht in der Schweiz somit kein grösserer Nachholbedarf mehr. Wir rechnen mit einer weiteren Verlangsamung der Konjunkturerholung. Bis Ende Jahr dürfte die Schweizer Wirtschaft fast ihr Vor-Krisen-Niveau wieder erreicht haben und anschliessend auf ihren Potenzialwachstumspfad zurückkehren.
Anleihemarkt auf Talfahrt
Turbulent geht es derweil am Anleihemarkt zu. Die Renditen für 10-jährige US-Staatsanleihen rutschten diese Woche zeitweise auf unter 1,15 Prozent ab, den niedrigsten Stand seit Februar. Ursache für die erneute Talfahrt waren zum einen die Sorgen hinsichtlich einer Wachstumsab-schwächung, zum anderen die USD-Liquiditätsflut, welche durch die Wiedereinführung der US-Schuldenbremse nochmals an Schwung gewonnen hat. Wir deuten die jüngsten Marktentwick-lungen allerdings als kurzfristige Überreaktion. Auf 3-Monatssicht sehen wir die US-Renditen bei 1,40 Prozent.