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Spekulieren ist nicht investieren
Der Start in den Februar verlief ansprechend. Die Berichtssaison ist immer noch in vollem Gang.
Mittlerweile hat rund die Hälfte der Unternehmen aus dem Swiss Market Index (SMI) über das abgelaufene Geschäftsjahr berichtet. Auch wenn die Zahlen der Unternehmen nicht für unein-geschränkte Euphorie sorgen, so sind Enttäuschungen dennoch ausgeblieben. Ermutigende Zah-len kommen hingegen aus den USA, wo jüngst vor allem die Technologiekonzerne wie die Goo-gle-Mutter Alphabet, der Online-Händler Amazon, der Online-Bezahldienst Paypal oder die Ha-ndelsplattform Ebay die hohen Erwartungen der Anleger erfüllten.
Kleinanleger treiben den Kurs
GameStop, AMC, Blackberry oder Nokia: Die Liste der Aktien, deren Kurse von einer Horde Kl-einanleger durch die Decke getrieben wurden, scheint immer länger zu werden. Während sich gewisse Investoren an vierstelligen Renditen freuen, verbuchen Nestlé-Anleger seit Anfang Jahr eine negative Performance. Wer nun aber mit dem Gedanken spielt, seine Anlagestrategie auf den Kopf zu stellen, sollte folgendes beachten: Mit dem Kauf einer Aktie beteiligt man sich an einem Unternehmen und partizipiert an dessen Erfolg und Misserfolg. In der Regel ist damit eine langfristige Absicht verbunden. Zocker, die sich in sozialen Medien zusammenschliessen, um den Hedge Funds das Fürchten zu lehren, lassen das ausser Acht. Die Herde treibt den Kurs nur so lange, als dass ein Nachfrageüberhang besteht. Ist das nicht mehr der Fall, beginnen die Kurse zu bröckeln und kollabieren – wahrscheinlich noch rascher als sie zuvor gestiegen sind. Einen Vorgeschmack erhielten Anleger diese Woche, als GameStop an den ersten beiden Handelst-agen gut 70 Prozent ihres Wertes eingebüsst haben. Spätestens dann besinnen sich Nestlé-Aktionäre auf die Qualität ihres Investments und freuen sich über die bald anstehende Divi-dende.
Die Corona-Krise trifft Fluggesellschaften
Fluggesellschaften spüren die Corona-Krise mitunter am stärksten. So hat die hiesige Airline Swiss bekannt gegeben, dass das Flugprogramm im Februar gegenüber 2019 um 90 Prozent reduziert wurde. Diese Reduktion verdeutlicht aber eines noch mehr: Eine ganze Wertschöpf-ungskette ist von diesen Einschnitten betroffen. Es beginnt mit dem Betrieb des gesamten Flug-hafens, den dort tätigen Detailhändlern und Gastrobetrieben. Die ganze Tourismusindustrie darbt, die Hotellerie funktioniert nur stark reduziert. Die Spuren, die Corona hier hinterlässt, sind tief.