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21.01.2019

US-Banken eröffnen die Berichtssaison

Die Berichtssaison in den USA hatan Fahrt aufgenommen. Traditionell wird die «Earnings Season» von denGrossbanken eröffnet. Nachdem diverse Unter-nehmen mit Umsatz- undGewinnwarnungen bereits einen negativen Vorge-schmack auf die zu erwartendenZahlenreihen gegeben hatten, fielen die zuletzt vorgelegten Zahlen in der Tatgemischt aus.

 

So konnte beispielsweise JPMorgan nicht überzeugen und verfehlte dieGewinnschätz-ungen der Analysten. Enttäuschend verlief insbesondere das Handelsgeschäftmit An-leihen, Währungen und Rohstoffen, wo der Umsatz im vierten Quartal 2018um 16% einbrach. Doch nicht nur beim Branchenriesen lief der Handel schlecht.Die hohen Mar-ktschwankungen und die teils dünne Liquidität in den letztenWochen hinterliessen auch bei der Konkurrenz ihre Spuren. Denn institutionelleAnleger reduzierten in den turbulenten Börsenmonaten die Risiken und ihreHandelsaktivitäten.

 

Negative Berichterstattungbereits eingepreist

Trotz der durchwachsenen Ergebnisse reagierten die Aktienkurse derBanken oft mit Kurssprüngen. Die Aktien von Goldman Sachs beispielsweise,einzige verbliebene Inve-stmentbank an der Wall Street, legte am Mittwoch gar mehrals 8% zu. Die positive Reaktion auf schlechte Zahlen lässt darauf schliessen,dass der Markt die etwas trüb-eren Gewinnperspektiven mit den teilweise heftigenKursverlusten der letzten Wochen zumindest teilweise eingepreist hat. Immerhinsind die Gewinnschätzungen für das vierte Quartal seit Oktober letzten Jahresvon 17% auf 11% gefallen.

 

Erwartungen 2019 wenigeroptimistisch

Auch für das Gesamtjahr 2019 haben sich die Erwartungen derAnalystengemeinde mit zuletzt 6% merklich reduziert. Nachdem die Steuerreformnun ein Jahr zurück liegt, werden die Finanzkennzahlen ab dem ersten Quartal2019 gegen eine höhere Verglei-chsbasis gemessen. Somit fallen die Gewinnedieses Jahr generell tiefer aus. Auch für die kommenden Wochen sind teilsnegative Gewinn-Überraschungen und tendenziell vorsichtigere Ausblicke derUnternehmen zu erwarten. Nach einer Rally von über 10% seit Weihnachten ist amUS-Aktenmarkt demnächst mit einem Kursrücksetzer zu rechnen. Auscharttechnischer Sicht nähern sich die Aktienmärkte nun nämlich einer grösserenWiderstandszone, an der eine deutliche Gegenbewegung zu erwarten ist.