News
US-Inflationsdaten schocken Börsen
Die Inflationsrate in den USA hat im August weniger stark abgenommen als progno-stiziert. Die Teuerungsrate sank von 8,5 Prozent im Vormonat auf 8,3 Prozent, Ökon-omen hatten mit 8,1 Prozent gerechnet. Trotz dem kräftigen Rückgang wurden viele Artikel teurer. Die Kerninflation, welche die Preise für Lebensmittel und Energie nicht berücksichtigt, stieg im August gegenüber dem Vormonat gar um 0,6 Prozent.
Die hartnäckig hohen Inflationsraten wirkten sich an den Börsen negativ aus. Die Indizes S&P 500 und Dow Jones fielen um rund 4 Prozent, der technologielastige Nasdaq sogar um 5,5 Pro-zent. Damit verlor der US-Aktienmarkt so viel wie zuletzt im Juni 2020. Der Grund: Die US-Inflat-ionsdaten erhöhen den Druck auf die US-Notenbank Fed, den US-Leitzins nächste Woche aber-mals stark zu erhöhen. Während wir mit einem Zinsschritt von 75 Basispunkten rechnen, gehen einige Marktteilnehmer gar von einem ganzen Prozentpunkt aus. Oberste Priorität ist die Wie-derherstellung der Preisstabilität. Die Korrektur in den USA ging am Schweizer Aktienmarkt zwar nicht spurlos vorbei, allerdings hat der Swiss Market Index (SMI) bereits vor der Publikation der US-Inflationsdaten nachgegeben und die Talfahrt der US-Aktienkurse grösstenteils eingepreist.
Änderungen beim Swiss Market Index
Beim Schweizer Leitindex wird am 19. September die Titelzusammenstellung verändert. Neu werden die Aktien des Hörgeräteherstellers Sonova im wichtigsten Schweizer Aktienindex vert-reten sein. Gleichzeitig verlässt der Warenprüfkonzern SGS den Schweizer Leitindex. Bei der Aufnahme in den SMI ist neben der Marktkapitalisierung auch der Handelsumsatz einer Aktie zentral. Sonova entwickelte sich bis zur Entscheidung äusserst positiv, musste aufgrund einer Gewinnwarnung Mitte August aber stark Federn lassen.
Dividende der UBS wird erhöht
Die Grossbank UBS kündigte diese Woche an, die Dividende für das laufende Jahr um 10 Prozent zu erhöhen. Zusätzlich soll das Aktienrückkaufprogramm weiter ausgebaut werden. Geplant ist zudem, die Ausschüttungen in den kommenden Jahren weiter zu erhöhen. Die Entscheidung er-folgte, nachdem die Übernahme des US-Robo-Advisors Wealthfront ins Wasser fiel. Der Aktien-kurs der UBS reagierte auf die Meldung positiv.
Rentabler Verkauf für die deutsche Regierung
Die deutsche Regierung hat ihre letzten Anteile der Lufthansa verkauft. Die Beteiligung wurde ursprünglich aufgebaut, um die Fluggesellschaft während der Pandemie vor einem Konkurs zu retten. Das Geschäft war für den Staat äusserst rentabel: Insgesamt verbuchte der deutsche Wirtschaftsstabilisierungsfonds einen Gewinn von 760 Millionen Euro. Ein Teil der angebotenen Aktien wurde von Klaus-Michael Kühne übernommen. Damit stockt der Logistikunternehmer einen Anteil an der Lufthansa um 2,5 Prozent auf 17,5 Prozent auf.