News
Verhaltener Start in den November
Die Börsen vermochten den Schwung des starken Oktobers nicht in den November mitzunehmen und sind schwach in den neuen Monat gestartet. Für eine gewisse Entspannung sorgen die Unternehmensergebnisse. Sie fallen zwar nicht berauschend aus, grosse Enttäuschungen bleiben aber aus.
So hat der Personaldienstleister Adecco Umsatz und Bruttomarge zwar gesteigert, unter dem Strich aber weniger verdient. Der Sanitärtechniker Geberit hat auf Umsatzstufe ebenfalls zuge-legt. Negative Währungseffekte und höhere Produktionskosten belasten allerdings den Quartals-abschluss. Ein solides Umsatzwachstum erzielte der Klimatechniker Meier Tobler. Vor allem Wär-mepumpen bleiben gefragt. Nach einem Kursanstieg von rund 70 Prozent seit Anfang des Jahres ist allerdings auch schon einiges in den Kursen enthalten. Obwohl Straumann im dritten Quartal weniger gewachsen ist als in den ersten sechs Monaten, wurden die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der Dentalimplantatehersteller erhöht gar seine Umsatzprognose für das laufende Jahr. Anders sieht es beim Technologiekonzern AMS Osram aus. Aufgrund der sich verlangsam-enden Konjunkturdynamik hat das Unternehmen seine Mittelfristziele bis 2024 reduziert. Nach einem anfänglichen Taucher schlossen die Titel 6 Prozent im Plus. Wohl ein Zeichen dafür, dass das Minus der Valoren von über 60 Prozent seit Anfang des Jahres bereits viel Negatives enthält.
US-Notenbank erhöht Leitzins erneut
Zum sechsten Mal in Folge hat die US-Notenbank Fed am Mittwoch die Leitzinsen angehoben – zum vierten Mal in Folge um einen Jumbo-Schritt von 75 Basispunkten. Nach der Aussage von Fed-Chef Jerome Powell, dass die Leitzinsen möglicherweise gar über die aktuellen Fed-Progn-osen angehoben werden müssten, gerieten die Börsen nach einer anfänglich positiven Reaktion ins Trudeln, denn mit zunehmend steigenden Zinsen erhöht sich auch die Wahrscheinlichkeit einer Rezession. Noch befindet sich die Konjunktur in einer robusten Verfassung, auch wenn sich die Wirtschaftsdynamik in gewissen Bereichen abkühlt.
Schweiz wieder auf Wachstumskurs
Mit einem Wert von 54,9 signalisiert der Einkaufsmanagerindex klar einen Wachstumskurs. Ein solcher ist dann gegeben, wenn der Index über 50 notiert. Trotzdem trübt sich die Lage ein, denn der Indikator ist seit längerem rückläufig. Noch im Juli des vergangenen Jahres notierte er bei 70. Dass es in der hiesigen Wirtschaft nach wie vor gut läuft, spiegelt sich auch am Schweiz-er Arbeitsmarkt. Obwohl sich der Beschäftigungsindikator der Konjunkturforschungsstelle der ETH (KOF) im dritten Quartal erstmals seit zwei Jahren eingetrübt hat, findet die Abschwächung auf hohem Niveau statt. Die Mehrheit der befragten Unternehmen will in den kommenden drei Monaten Leute einstellen.