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Zwischen Allzeithoch und Konsolidierung
Nach der Kursrally der letzten Woche präsentierte sich der Swiss Market Index (SMI) dieser Tage deutlich volatiler.
Der Leitindex verbesserte zunächst bis Wochenmitte sein Allzeithoch um mehr als 100 Punkte auf 12'573 Zähler. Am Donnerstagvormittag fiel der SMI dann aber in Folge von Gewinnmitnah-men zeitweise bis auf 12'306 Punkte zurück. Ursache waren die wieder in den Vordergrund ger-ückten Corona-Sorgen der Anleger, sowie deren Befürchtung, dass die US-Notenbank Fed noch dieses Jahr mit einer Reduktion ihrer Anleihekäufe starten könnte.
Starkes Halbjahr
Die Berichtssaison neigt sich derweil ihrem Ende zu. Neben Alcon wussten auch Swiss Life und Geberit mit ihren Geschäftszahlen zu überzeugen. So blickt der Lebensversicherer auf ein starkes Halbjahr zurück, einziger Wermutstropfen ist der 20 prozentige Rückgang bei den Prämienein-nahmen im Heimmarkt. Der Sanitär-Konzern steigerte indes seine Gewinnmarge trotz teurer Rohstoffpreise und wuchs kräftig. Etwas gemischter fiel die Halbjahresbilanz bei den Nicht-SMI-Unternehmen aus. So haben die Industriegruppe Huber+Suhner und der Laborausrüster Tecan ihren Gewinn gegenüber der Vorjahresperiode stark gesteigert. Einen Gewinneinbruch verme-ldete hingegen der Medizinalbedarfshersteller IVF Hartmann.
9-Monatstief des Euros
Die abnehmende Dynamik der Konjunkturerholung sowie die Sorgen um die Corona-Pandemie belasteten den Euro diese Woche wieder stärker. Infolgedessen bewegte sich die europäische Einheitswährung über weite Strecken nur knapp über der Marke von 1.07 CHF – so günstig war der Euro zuletzt vergangenen November. Für die Schweizerische Nationalbank (SNB) bedeutet das, dass sie wieder verstärkt am Devisenmarkt intervenieren muss und dies höchstwahrschein-lich bereits tut – ein Hinweis darauf ist der jüngste Anstieg in den Sichtguthaben. Eine weitere Bewegung des Währungspaares in Richtung Parität ist daher äusserst unwahrscheinlich.
Palantir investiert in Gold
Dass Gold alles andere als «Old School» ist, beweist dieser Tage der US-Datenspezialist Palantir. Das Unternehmen rechnet in Zukunft mit mehr «Schwarzen-Schwan-Ereignissen» wie der Coro-na-Pandemie. Um sich dagegen abzusichern, hat es gut 50 Mio. US-Dollar in Gold investiert. Auch wir schätzen das gelbe Edelmetall als Portfoliostabilisator. In unserer Vermögensverwal-tung empfehlen wir daher ein leichtes Übergewicht bei Gold.