News
Zykliker schicken SMI auf Rekordhoch
Die Erfolge in der Bekämpfung der Pandemie stimmen Anleger zuversichtlich. Der hei-mische Aktienmarkt ist in Schwung. Derzeit sind taktisch gehaltene Barmittel für eine höhere Flexibilität empfehlenswert, um auf Trends reagieren zu können.
Die Impffortschritte lassen die Inflationsthematik sowie die Diskussionen über ein baldiges «Tapering» – also die Drosselung der Anleihekäufe der Notenbanken – kurzzeitig in den Hinter-grund rücken. Infolgedessen meldete sich der heimische Aktienmarkt, gemessen am Swiss Mar-ket Index (SMI), schwungvoll aus dem Pfingstwochenende zurück. Am Mittwoch markierte der heimische Aktienmarkt ein Allzeithoch bei 11‘379 Punkten. Treiber waren zyklische Werte wie der Uhrenhersteller Swatch, der Luxusgüterkonzern Richemont oder der Bauchemie-Spezialist Sika.
Barmittel taktisch halten
Das Marktumfeld generell ist gut, aber das Kurspotenzial scheint zunehmend ausgereizt. Frische Impulse fehlen. Darauf deuten neben volatilen Börsen auch verschiedene Sentiment Indikatoren hin. In solchen Marktphasen kann – neben dem Halten von Gold – eine zeitweise erhöhte Liqui-ditätsposition im Portfolio ein guter Weg sein, um Risiken zu reduzieren. Vorteil dieser taktisch gehaltenen Barmittel ist die hohe Flexibilität. Stellt sich an den Börsen ein klarer Trend ein, so können diese rasch reinvestiert werden.
Bei Raiffeisen hält die Vermögensverwaltung aktuell ein leichtes Übergewicht an Liquidität. Für die Mandatskunden hat dies einen weiteren Vorteil: Im Gegensatz zur negativen Verzinsung bei vielen Staatsanleihen ist dies mit keinen Kosten verbunden.
Uhren im Aufwind
Zu reden gab diese Woche zudem die starke Erholung der Schweizer Uhrenexporte. Diese haben sich im April im Vergleich zum Vorjahr mehr als verfünffacht. Mit einem Wert von 1.79 Mrd. Schweizer Franken liegen sie aber auch leicht über ihrem Vorkrisen-Niveau (April 2019: 1.75 Mrd.). Wer derweil in die heimische Uhrenindustrie investieren möchte, kann dies mit Aktien von Swatch oder Richemont tun. Die Anlagestrategen von Raiffeisen bevorzugen tendenziell letztere. Die Genfer fokussieren sich im Uhrenbereich auf das Luxussegment. Der hohe Diversifikations-grad durch die zum Konzern gehörende Schmuck-/Modesparte macht Richemont weniger an-fällig für segmentspezifische Risiken. Swatch hingegen erzielt ein Gros seines Absatzes im unter-en/mittleren Preissegment. In diesem gewinnen jedoch zunehmend Smartwatches an Bedeutung – ein Trend, dem die Bieler Uhrenbauer derzeit mit keinem konkurrenzfähigen Produkt begegnen können.