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01.07.2026

Leichter Anstieg des KMU PMI signalisiert vorsichtige Erholung

  • KMU PMI steigt, aber bleibt weiter unter Wachstumsschwelle
  • Erholung auf breiter Basis, Nachfrage weiterhin verhalten
  • Aufhellung der Erwartungen stützt Hoffnung auf zweite Jahreshälfte

St.Gallen, 1. Juli 2026. Der Raiffeisen KMU PMI ist im Juni nach zwei rückläufigen Monaten leicht angestiegen, bleibt jedoch weiter unter der Wachstumsschwelle. Der Index erhöhte sich von 48,4 auf 49,4 Punkte. Damit signalisiert der PMI weiterhin eine gedämpfte Geschäftsentwicklung im verarbeitenden Gewerbe. Trotz der leichten Erholung hat sich die Lage insgesamt noch nicht nachhaltig verbessert. Die Industriekonjunktur zeigt sich zwar etwas stabiler, bleibt aber fragil.

 

Breiter, aber verhaltener Anstieg

Der leichte Anstieg des PMI ist sowohl bei exportorientierten als auch bei binnenorientierten KMU zu beobachten. Vier der fünf Subkomponenten legten im Vergleich zum Vormonat zu. Insbesondere die Produktion, die Beschäftigung und die Lagerbestände konnten zulegen. Auch die Lieferfristen stiegen und liegen als einzige Komponente wieder über der Wachstumsschwelle. Demgegenüber blieb der Auftragsbestand rückläufig und verharrt auf tiefem Niveau. Als wichtigste und vorausschauende Komponente deutet er weiterhin auf eine schwache Nachfrageentwicklung hin.

 

Erste Anzeichen einer Aufhellung der Aussichten

Mit der Entspannung im Nahen Osten haben sich die Perspektiven für die kommenden Monate etwas verbessert. Die jüngsten Entwicklungen lassen nun darauf hoffen, dass die Industrie im zweiten Halbjahr wieder Tritt fassen kann. Wie die Sonderumfrage von Raiffeisen zeigt, sind auch die Erwartungen der Unternehmen wieder vorsichtig zuversichtlicher. Insbesondere bei exportorientierten KMU haben sich die Beschäftigungspläne verbessert. Insgesamt rechnen wieder mehr Unternehmen mit einem Personalaufbau als mit einem Abbau. Dies deutet darauf hin, dass die KMU von einer schrittweisen Stabilisierung der Geschäftsentwicklung ausgehen.

«Die leichte Erholung des PMI ist ein Schritt in die richtige Richtung, auch wenn die Geschäftslage weiterhin angespannt bleibt. Die verbesserte Stimmung und die stabileren Erwartungen erhöhen die Chancen, dass die Industrie in der zweiten Jahreshälfte wieder an Dynamik gewinnt», erklärt Domagoj Arapovic, Senior Economist bei Raiffeisen Schweiz.

 

Über den KMU PMI von Raiffeisen

Der Raiffeisen KMU PMI beruht auf demselben Konzept wie die bewährten Einkaufsmanagerindizes (Purchasing Manager‘s Index). Rund 200 Firmenkunden von Raiffeisen aus allen Branchen des verarbeitenden Gewerbes werden monatlich zu verschiedenen Aspekten ihrer Geschäftsaktivität befragt. Dank der grossen Firmenkundenbasis der Raiffeisen Gruppe und der lokalen Verankerung der Raiffeisenbanken ist der KMU PMI breit abgestützt und repräsentativ für die ganze KMU-Landschaft. Die befragten KMU geben eine Einschätzung zu verschiedenen Aspekten der Geschäftsaktivität ab. Die Antworten werden in mehrere, gewichtete Subkomponenten unterteilt, die zu einem Gesamtindex zusammengeführt werden. Die Subkomponenten sind: Auftragsbestand (30%), Produktion (25%), Beschäftigung (20%), Lieferfristen (15%) und Einkaufslager (10%). Indexwerte von über 50 Punkte zeigen eine Expansion gegenüber dem Vormonat an, während Werte von unter 50 auf eine rückläufige Geschäftslage schliessen lassen.

 

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