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18.10.2019

Wandel bei Raiffeisen und Komax

Knapp 250 Teilnehmende sind der Einladung der Raiffeisenbank Rigi ins MythenForum gefolgt. Wandel – Was bedeutet er für Banken, Unternehmer, Kunden. Diese Frage wurde durch die beiden Referenten Guy Lachappelle, Präsident des Verwaltungsrates von Raiffeisen Schweiz, sowie Matijas Meyer, CEO der Komax Gruppe, erläutert.

 
Der Fachevent «WANDEL» mit Reto Purtschert, Präsident des Verwaltungsrates der Raiffeisenbank Rigi

Der Fachevent «WANDEL» mit Reto Purtschert, Präsident des Verwaltungsrates der Raiffeisenbank Rigi

Die digitale Transformation erfordert Veränderung. Was bedeutet diese Entwicklung für unsere Zukunft? Die Referenten zeigten wie der Bankenplatz Schweiz und ihr Unternehmen auf den Wandel reagieren (müssen), um den Anforderungen von morgen gerecht zu werden.

 

Digitalisierung verändert Kundenverhalten bei Raiffeisen

Guy Lachappelle führte aus, dass die Digitalisierung das Kundenverhalten und damit die Art und Weise, wie und wann Kunden mit ihrer Bank interagieren wollen, grundlegend verändert hat. Viele Bankengeschäfte werden bereits heute vom Handy aus erledigt – schnell, einfach und rund um die Uhr. Die digitale Transformation bietet vielversprechende Möglichkeiten, um auf die neuen Kundenbedürfnisse zu reagieren. Wichtig dabei sei, betonte Guy Lachappelle, dass die Transformation ganzheitlich angegangen und neben den Produkten und Dienstleistungen auch die Mitarbeitenden sowie die Arbeitsprozesse miteinbezogen würden. Denn nur so können neue Geschäftsmodelle erfolgreich etabliert werden.  In diesem Wandel stecke auch Raiffeisen, so Lachappelle.  Dabei steht die Nähe zur Kundschaft auch in Zukunft an erster Stelle – analog wie digital.

 

«Smart Komax Factory» - die Maschinen der Zukunft

Matijas Meyer, CEO der Komax Gruppe, hat in seinem Referat aufgezeigt, dass sich Komax in der über 40-jährigen Firmengeschichte in verschiedener Hinsicht gewandelt hat. Zum einen strategisch: Nach der Start-up Phase mit der Gründung im Jahr 1975 hat sich Komax sehr schnell international ausgerichtet und bereits 1981 eine Gesellschaft in den USA gegründet. Während den nächsten gut 20 Jahren ging die Internationalisierungsphase weiter und es folgten zahlreiche weitere Gründungen von Auslandgesellschaften. In den vergangen rund zehn Jahren hat sich Komax auch strukturell sehr stark gewandelt, so Meyer: 2010 hatte Komax im Wire-Bereich 10 Gesellschaften mit rund 500 Mitarbeitenden. 2019 sind es 41 Gesellschaften mit über 2100 Mitarbeitenden.

Damit sei der Wandel von Komax aber noch nicht abgeschlossen, führte Matijas Meyer aus. Um auch in Zukunft weltweiter Markt- und Technologieführer zu bleiben, investiert Komax nicht nur stark in den Ausbau der Produktions- und Entwicklungskapazitäten an verschiedenen Standorten, sondern auch in den digitalen Wandel. Das Schlagwort dazu heisst Industrie 4.0. Für Komax heisst dies, dass es zunehmend Dienstleistungen und nicht (nur) Investitionsgüter anbietet. Die Vision von Komax ist die Erschaffung der «Smart Komax Factory». Das bedeutet gemäss Meyer, dass Komax für ihre Kunden Maschinen entwickeln will, die intuitiv zu bedienen sind, autonom arbeiten, vernetzt sind und sich automatisch optimieren. An dieser Vision arbeitet Komax und wird sich dabei weiter wandeln.

 

Nach den spannenden Ausführungen, fand der Abend seinen Ausklang bei einem gemeinsamen Apéro und persönlichen Gesprächen.