Vermögensverwaltung – mehr Durchblick, weniger Aufwand

Manager Report 1. Quartal 2018

An der Börse ist es aktuell relativ turbulent. Wir haben verschiedene Themen, die uns beschäftigen. Zum einen ist es das omnipräsente Thema von steigenden Zinsen. Auf der anderen Seite kommen aus den USA immer wieder Twitter-Nachrichten zum Stichwort «Schutzzölle», welche die Märkte natürlich bewegen können.

  

 

Manager Report

Die Schwankungen an den Aktienmärkten haben auch Spuren in den Raiffeisen Vermögensverwaltungsmandaten hinterlassen. Die global robuste Wirtschaft dürfte allerdings dafür sorgen, dass zumindest die Zinsdiskussion den Aktienmärkten nicht nachhaltig zusetzt. Ausgezahlt hat sich in diesem Zusammenhang unsere Untergewichtung in Obligationen. Ebenfalls positiv waren unsere unverändert übergewichteten Anlagen in Schwellenländeraktien, welche sich seit Jahresbeginn deutlich besser entwickelt haben, als beispielsweise Schweizer Aktien.

Anlageklassen im Vergleich für das 1. Quartal 2018

Anlageklassen im Vergleich für das 1. Quartal 2018

Marktkommentar: Zwischen Bangen und Hoffen

Die Anleger werden von den Sorgen einer Eskalation der Handels­streitigkeiten umgetrieben. Wir halten im Umfeld guter Unterneh­mensergebnisse an der neutralen Aktienquote und der leicht untergewichteten Obligationen­-Positionierung fest, heben aber die Empfehlung für Gold auf neutral an.

 

Konjunktur: Szenario mit Konjunkturschwäche vorerst nicht wahrscheinlich

Die Steuerreform von Dezember und das Budgetgesetz von Februar führen zu einem starken Anstieg des US-­Budgetdefizits. Wir haben deshalb unsere Konjunktur­ und Inflationsprognose für das laufende Jahr leicht nach oben angepasst.

 

Obligationen: Nur temporäre Stresssignale auf dem USD-Interbankenmarkt

Auf dem US-­Dollar­ Interbankenmarkt sind unlängst unerwar­tete Stresssignale aufgetreten. Manchen Marktteilnehmern bereitet dies Sorge. Wir vertreten indes die Meinung, dass es sich nur um eine vorübergehende Marktstörung handelt, die teilweise dem aussergewöhnlich hohen Emissionsvolumen von US Treasury Bills geschuldet ist. Demgegenüber erweisen sich auf Euro und Schweizer Franken lautende Unternehmensanlei­hen bislang als widerstandsfähig.

Aktien: Ausgereizte Bewertungen – können die Gewinne noch zulegen?

Die Bewertung des US-­Marktes ist im historischen Vergleich hoch und eine weitere Verteuerung unwahrscheinlich. Der Aktienmarkt ist auf ein positives Gewinnwachstum angewiesen, was auch von Analystenseite erwartet wird. Allerdings steigen die Risiken, zumal die USA mit ihren jüngsten Strafzollmassnahmen den Beginn eines weltweiten Handelskrieges provozieren könnten.

 

Alternative Anlagen: Rohstoffe im Strudel der Ankündigungen aus Washington

Nordkorea, Iran oder Venezuela: Donald Trump nutzt jede Gele­genheit, die Muskeln spielen zu lassen. Für die Finanzmärkte birgt dies Gefahren. Sofern Anleger diese im Blick behalten, kann sich aber auch ein Engagement im Rohstoffbereich loh­nen. Bei alternativen Strategien sollte man ebenfalls genau hin­schauen, auf welches Pferd man setzen möchte.

 

Währungen: US-Protektionismus höchstens kurzfristig positiv für USD

Die protektionistischen Massnahmen der USA haben dem Dol­lar zuerst Auftrieb verliehen, doch dürfte dies kaum von Dauer sein. Fester sehen wir hingegen den Yen und insbesondere europäische Währungen. Im Zuge der erwarteten Euro­-Aufwer­tung dürfte der EUR/USD­-Wechselkurs im Jahr 2019 auf 1.40 zusteuern. Lokalwährungsanleihen in Schwellenländern bleiben aus unserer Sicht ebenfalls attraktiv.