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MEM-Branche: Kann Aufhol-Rallye beginnen?

Fast die Hälfte der MEM-Unternehmen verzeichneten während des Lockdowns Stornierungen von Aufträgen. Nun erwarten mehr als ein Drittel der Swissmem-Mitglieder für 2020 einen Verlust. An einem vom Raiffeisenzentrum RUZ organisierten Treffen von Unternehmern der MEM-Branche zeigten sich die CEOs verhalten optimistisch.

Angebote wie Krisenberatung rege genutzt

Auch an den über 300'000 Arbeitnehmer der MEM-Branche geht die Krise nicht spurlos vorbei. Ihre Arbeitslosenquote liegt mit 4,5 deutlich über dem Durschnitt von 3,4 Prozent. Die Raiffeisen Unternehmenszentren haben schon früh in der Krise Unterstützung angeboten. Angebote wie Krisenberatung wurden rege genutzt. Bei einem Austausch mit dem Geschäftsleiter der RUZ, Matthias Weibel, legen Inhaber und CEOs nun eine gesunde Portion Optimismus an den Tag. Auch wenn es noch schwierig ist, anhand des Bestellungseingangs zu bewerten, ob es zu einer erfolgreichen Aufhol-Rallye kommen kann.

Innovationskraft entscheidend

Es ist beileibe nicht das erste Mal, dass die MEM-Branche (Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie) sich negativen Umständen anpassen muss. Letztes Jahr stockte der Verkauf in den wichtigsten Absatzmärkten (der Exportanteil beträgt 80 Prozent), und in den vergangenen Jahren setzten Wechselkurs-Schocks und die Aufhebung des Mindestkurses der Industrie zu. Die vergleichsweise ohnehin knappen Margen schmolzen weiter. In der Krise besinnen sich die Unternehmer auf ihre eigene Innovationskraft und die Unabhängigkeit ihrer Produktionsketten. Matthias Weibel, Geschäftsführer der RUZ, gibt sich überzeugt, dass es diese Anpassungsfähigkeit ist, die letztlich die Krise überwinden werde.